Mittelberg — Sieben Einsätze hatte die Feuerwehr Froschgrund im ganzen vergangenen Jahr zu leisten, in diesem Jahr waren es allein im Januar bereits neun Einsätze. Bei der Hauptversammlung wurde mit vielen Zahlen jongliert, doch im Mittelpunkt stand vor allem Ehrenkommandant Ulrich Engel. Ihm wurde für seine Verdienste im Feuerwehrwesen vom Kreisfeuerwehrverband die Ehrennadel in Silber verliehen.
Die Motivation, immer dabei zu bleiben, kam in erster Linie vom Spaß, den er bei der Sache hatte, wie Engel betont. Bei der Feuerwehr mitwirken zu dürfen, habe er immer als große Ehre empfunden. Bereits mit 16 Jahren hatte er angefangen, bei der Feuerwehr mitzuhelfen. "Früher hat das dazu gehört, ich bin in die Feuerwehr rein gewachsen."

Anderen Menschen helfen

Auf die Frage, ob er irgendetwas in seiner Feuerwehr-Laufbahn anders machen würde, weist er darauf hin, dass es früher nicht so viele Weiterbildungsmöglichkeiten gegeben habe wie heute. Wenn er noch einmal die Möglichkeit hätte, würde er dies nachholen.
Ulrich Engel, gelernter Schlosser und begeistert von allem Technischen, schwärmt davon, wie schön es ist, anderen Menschen helfen zu dürfen. "Jeder kann mal in eine Notlage kommen, da ist man doch froh zu wissen, dass es Menschen gibt, die einem in einer solch schweren Lage helfen." Das Schönste an der Feuerwehr sei für ihn der Zusammenhalt, die Gemeinschaft und die Kameradschaft, betont der Ehrenkommandant. Seine Schlussworte richtete er an die Jugend: "Den Jugendlichen fehlt heutzutage der Spaß bei dem, was sie machen. Früher gab es nicht so ein großes Angebot. Die Jugend soll den Spaß an der Sache nicht verlieren."
Dass das vielleicht nicht immer so einfach ist, verdeutlichte Zweiter Jugendwart Günter Heubner, der dieses Amt am Ende seines Berichtes an Corinna Rose abgab. Langweilig werde es bei der Jugendfeuerwehr Froschgrund nie - mit Tagesausflügen, Christbaumfeuer und einem Berufsfeuerwehr-Wochenende war für die zehn aktiven jungen Menschen einiges geboten. Aber für solche Ausflüge müsse man auch etwas tun, mahnte Heubner. Am Anfang eines jeden Jahres sei immer ein sehr guter Übungsbesuch zu verzeichnen. Im Laufe des Jahres würden die Übungen aber immer mehr vernachlässigt.

78 aktive Wehrmänner

Aus diesem Grund appellierte der zweite Jugendwart an die Jugendlichen, dies im neuen Jahr besser zu machen. Geplant sind schon einige Aktivitäten: Es steht beispielsweise ein Zeltlager an und ein Tag der Jugendfeuerwehren.
Mit einem "beeindruckenden Personalstand" von 81 Mitgliedern, von denen 78 aktiv und nur drei passiv sind, eröffnete der erste Kommandant Markus Wolf seinen Bericht. Einige der Mitglieder haben 2014 erfolgreich an Leistungsabzeichen und Lehrgängen wie Motorsägen-, und Atemschutzlehrgängen sowie an einer Funkausbildung teilgenommen. Außerdem absolvierte die Truppe zahlreiche Übungen für den Ernstfall.
Vorsitzender Bernd Eichhorn erstattete seinen Bericht in Form einer Diashow mit fast 100 Bildern. Im vergangenen Jahr hatte es viel zu feiern gegeben: Die 175-Jahr-Feier der Löschgruppe Fornbach und der Löschgruppe Weißenbrunn wurde gebührend gefeiert. Auch die Internetseite könne sich mehr und mehr sehen lassen.
Dritter Bürgermeister Gerd Mücke zeigte sich begeistert vom Nachwuchs. "Die Jugendlichen müssen auf offene Art heran geholt werden. Man muss ihnen schließlich etwas bieten können, damit sie den Spaß bei der Feuerwehr nicht verlieren."
Auch Kreisbrandmeister Andreas Steller wollte noch ein Lob loswerden: "Das ist eine schlagkräftige Truppe, die ihr Handwerk gut versteht und bei der der Zusammenhalt super funktioniert." mah