Nach dem Unentschieden gegen den TSV Wonfurt vom Samstag wollte der SC Stettfeld am Ostermontag im zweiten Heimspiel in Folge in der Fußball-A-Klasse Schweinfurt 5 gegen den TSV Zell einen Dreier einfahren. Mit 3:0 gelang ihm dies auch.
Die Vorzeichen standen aber alles andere als gut. Die Partie wurde auf dem Nebenplatz angepfiffen. "Der Rasen des Hauptplatzes war zu weich und für ein Spiel nicht geeignet", erklärte Spielleiter Herbert Hümmer die Entscheidung. Seine Mannschaft zeigte sich aber von den beschwerlichen Rahmenbedingungen unbeeindruckt und übernahm von Beginn an die Kontrolle über die Begegnung. So fand bereits nach 21 Minuten der Ball den Weg ins Tor. Konnte der Zeller Schlussmann Manuel Wambach den Schuss von Dominik Lang aus gut 20 Metern noch abwehren, war er gegen den nachsetzenden Thomas Frank aus kurzer Distanz chancenlos. Nur vier Minuten später kam Sebastian Beck aus 18 Metern frei zum Abschluss, und Wambach war erneut damit beschäftigt, den Ball aus den Maschen zu holen.


Eigentor und zweimal "Rot"

Von den Gästen war vor der Pause nur wenig zu sehen - weder am Ball noch vor dem Stettfelder Tor. Auch nach Wiederanpfiff dominierten der SC. Nach einem von Christopher Hümmer direkt auf das Tor gezirkelten Freistoß lenkte in der 58. Minute kein SC-Spieler, sondern der Zeller Rene Haupt die Kugel ins eigene Tor. Nach einem Foul und einem anschließenden Handgemenge an der Seitenlinie mussten Florian Krah (Stettfeld) und Rene Haupt (Zell) beide mit Roter Karte vorzeitig in die Kabine. Den sich nun bietende Raum nutzten die Gäste gut und fanden besser in die Partie.
Den Torerfolg bei einigen guten Möglichkeiten verhinderten aber zum einen die Querlatte, zum anderen die guten Reflexe von SC-Torwart Tobias Deuber. So blieb dem TSV der Anschlusstreffer verwehrt - nicht zuletzt auf Grund der eingespielten Viererkette der Heimelf. Diese hatte der seit letzter Woche wieder in Stettfeld tätige Trainer Tobias Burger bereits vor einigen Spielzeiten eingeführt. Er beerbte Christian Haidinger als Übungsleiter. "Er hat bisher nur zwei Mal mit der Mannschaft trainiert, aber man kann sehen, dass die Jungs wieder mehr Spaß am Fußball haben", sagte Hümmer. Haidinger könne er fachlich wie menschlich nichts vorwerfen, doch habe man gemerkt, dass er mit der Mannschaft nicht auf einer Wellenlänge läge, fügte Hümmer an.
Aktuell ist der SC auf der Suche nach einem Trainer für die nächste Saison, da Burger ein Engagement im Jugendbereich in Schweinfurt wahrnehmen wird. "Wir stehen jetzt im Mittelfeld und können in den restlichen Spielen frei aufspielen. Natürlich wollen wir uns noch um den ein oder anderen Platz verbessern", erklärte Hümmer das Ziel für April und Mai.