Forchheimer Siebtklässler am Herder-Gymnasium Forchheim (HGF) können Leben retten. 60 Schüler hörten auf das Kommando von Ulrich von Hintzenstern, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am Klinikum Forchheim, Daniela Feustel, Anästhesistin und HGF-Elternbeirätin, und Christina Hohe, Notfallsanitäterin und ehemalige HGF-Schülerin.

Im Rahmen des zweistündigen Projekts "Schüler retten Leben" erhielten die Schüler einen Einblick in die Themen Herzkreislaufsystem und Herzstillstand. Nach einer theoretischen Unterweisung übten die Schüler das Absetzen eines Notrufes und die Herzdruckmassage an aufblasbaren Wiederbelebungsphantomen. Damit die optimale Druckfrequenz von rund 100 Schlägen pro Minute eingängig im Gedächtnis behalten wird, wurden während der Übungsphase Lieder wie "Highway to hell" oder "Staying alive" eingespielt.

Laut von Hintzenstern sei es wichtig, bereits die Schüler in diesem Alter für die Thematik zu sensibilisieren, denn das Helfen bei einem Herzkreislaufstillstand sei leichter als gedacht. Schon in diesem Alter sei es möglich, eine effektive Herzdruckmassage durchzuführen. Oft scheitere es mehr an der Angst der möglichen Ersthelfer, etwas falsch zu machen. Dabei sei eine schnelle Hilfe für viele Patienten überlebenswichtig. Bei plötzlichem Herzstillstand hätten Betroffene letztlich nur eine realistische Chance zu überleben, wenn zeitnah Wiederbelebungsmaßnahmen ergriffen werden.

Seit nunmehr drei Jahren wird das Reanimationstraining unter der Schirmherrschaft Oberbürgermeister Uwe Kirschstein, (SPD) an den weiterführenden Schulen in Forchheim durchgeführt und damit die Hemmschwelle, in Notfällen Erste Hilfe zu leisten, reduziert. red