Haßfurt — Eine Aussendung von Gottesdienstbeauftragten fand in der Stadtpfarrkirche Haßfurt statt. Gottesdienstbeauftragte übernehmen im Auftrag des Bischofs und in Kooperation mit den hauptamtlichen Seelsorgern vor Ort Verantwortung in der Liturgie der Gemeinde.
Eingebunden in einen feierlichen Gottesdienst, wurden am Donnerstagabend fünf Frauen und zwei Männer in der Stadtpfarrkirche St. Kilian in Haßfurt durch Domkapitular Helmut Gabel als Gottesdienstbeauftragte für das katholische Dekanat Haßberge ausgesandt.
Ein Jahr lang haben sich die Frauen und Männer mit Diakon Michael Nowak auf ihren Dienst in den jeweiligen Pfarreiengemeinschaften vorbereitet.
Der Gottesdienst bildete den feierlichen Abschluss, den Domkapitular Gabel in Konzelebration mit mehreren Amtsbrüdern, darunter Stadtpfarrer Stephan Eschenbacher, feierte. Die Gottesdienstbeauftragten kommen aus verschiedenen Pfarreiengemeinschaften aus dem Dekanat Haßberge: Main Steigerwald, Maintal - Heilige Länder, Am Weinstock Jesu, St. Kilian und Weggefährten, Pfarrweisach, St. Kilian Haßfurt und Theres. Als Zeichen ihrer Verschiedenheit hatten sie eine Kerze aus der eigenen Gemeinde mitgebracht, die als buntes Kerzenbild am Altar aufstrahlte.
Es waren unterschiedliche Gründe, die jeden einzelnen bewogen hatten, als Gottesdienstbeauftragter Gottes Wort lebensnah und ansprechend den Gemeinden nahezubringen. "Ich habe einen guten Ausgleich gefunden", erzählt Franz Beck, einer der Neuen. Beck ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Beruflich ist der Wirtschaftsingenieur aus Haßfurt eher technisch und kommerziell orientiert.
Seit Jahren engagiert sich der 51-Jährige nicht nur in der Pfarrei St. Kilian Haßfurt - seit drei Jahren ist er Lektor und Kommunionspender -, sondern auch im Vereinsleben, wie etwa bei der Stadtkapelle.
Inspiriert hat ihn das Glaubenszeugnis von Diakon Manfred Griebel, das Beck bei zahlreichen Wallfahrten nach Vierzehnheiligen und zum Kreuzberg erleben durfte.
Als Schwerpunkt seiner zukünftigen Arbeit liegen Franz Beck die Alten, Kranken und Bedürftigen am Herzen. "Ich will dazu beitragen, dass sie Gottes Wort hören können", bekräftigte Beck.


Die Erfüllung im Glauben

Für ihren Dienst am Nächsten segnete die fünf Frauen und zwei Männer Domkapitular Helmut Gabel, der eine Urkunde überreichte. Gabel bekräftigte, dass es in der heutigen Zeit, in der der Mangel an hauptamtlichen Seelsorgern immer größer werde, der Dienst der Gottesdienstbeauftragten besonders wichtig sei.
Ein gesegnetes "Tau Kreuz" als Symbol zur Kennzeichnung der Gläubigen, das Franz Beck aus dem Holz des Goldregens für sich und seine Mitstreiter gefertigt hatte, bekamen die Gottesdienstbeauftragten überreicht. Franz Beck sprach für alle Neuen die Hoffnung aus, gemeinsam in den jeweiligen Pfarreien die Erfüllung im Glauben zu finden und voller Freude den Dienst am Menschen auszuüben.
Die neuen Gottesdienstbeauftragten sind Claudia Förtsch aus Sand, Anna Geruschke aus Neubrunn, Elisabeth Müller-Förtsch aus Eltmann, Angelika Schinzel aus Pfarrweisach, Sabine Weinbeer aus Unterschleichach, Franz Beck aus Haßfurt und Wolfgang Winter aus Ottendorf. cr