Das 45. Jubiläum der Musikschule wird nicht groß gefeiert. "Wir machen das, was wir am besten können: Musik machen", erklärte Musikschulleiterin Margit Denk bei der Vorstellung des Programms bei Bürgermeister German Hacker. Im Schuljahr 2016/17 feiert die Herzogenauracher Sing- und Musikschule ihr 45-jähriges Bestehen.
Eigentlich dreht sich alles um die Zahl "45". 45 Minuten - ist die Dauer einer Unterrichtsstunde, 45 Minuten sind auch für die Spieldauer bei den Musikcocktails und Schülervorspielen angesetzt.
Beim "UMPS" und "Best of 2016/17" können sich die Zuhörer gleich zweimal 45 Minuten begeistern lassen. So ist die Jubiläumszahl 45 das ganze Jahr über präsent.
Angebote und Konzerte finden über das Schuljahr 2016/17 verteilt statt. Bereits am 3. Dezember übernehmen das Querflötenensemble und die Streicher den Staffelstab und präsentieren auf dem Weihnachtsmarkt ihr Können.


Anfänge

Begonnen wurde bereits am 26. November mit einem Adventssingen im Liebfrauenhaus mit dem Jazz-Chor der Musikschule und dem Chor der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Herzogenaurach unter der Gesamtleitung von Margit Denk. Wie die Musikschulleiterin im Bürgermeisteramt erklärte, ist die Inklusion ein Thema in der Musikschule, nicht nur besuchen eine Reihe Kinder ausländischer Eltern den Unterricht, sondern auch Bewohner der Lebenshilfe werden mit eingebunden.
Generationsübergreifende Ensembles, Arbeit mit Flüchtlingskindern, Oma-Opa-Kids-Singen und Auftritte des Chors der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe gemeinsam mit dem Jazzchor unter der Leitung von Margit Denk stehen auf dem Programm der städtischen Musikschmiede.
Große Akzente werden auf Gemeinschaft gesetzt, denn der Unterricht ist ein wechselseitiger Prozess - die Lehrkräfte musizieren mit den Schülern, die Schüler miteinander, auch fächerübergreifend, in vielen Stilistiken und Epochen der Musikgeschichte.
Die Musikschule und das Lehrerkollegium haben sich während des Prozesses Qualitätssystem Musikschule ein Leitbild gegeben. Die Sing- und Musikschule, Mitglied im Verband deutscher Musikschulen, erfüllt als Unterrichts- und Bildungseinrichtung der Stadt Herzogenaurach den öffentlichen Bildungsauftrag der Musikerziehung und der Musikpflege.
Die Einrichtung bietet Unterricht nach den Vorgaben des Verbands deutscher Musikschulen für jedes Alter. Die heutigen 487 (ohne JEKI und 608 mit JEKI-Jedes Kind ein Instrument) Teilnehmer sind von vier bis 80 Jahre alt und besuchen 45 verschiedene Fächer und Ensembles.
"Die Musikschule ist uns sehr wichtig und sie erfüllt den Bildungsauftrag in vorbildlicher Art und Weise", erklärte das Stadtoberhaupt. Denn getreu der Internationalität der Stadt bietet die Musikschule Unterricht außer in Deutsch auch in Englisch oder Französisch auf Anfrage. Bei der Inklusion steht auch die Gemeinschaft im Vordergrund. Margit Denk verhehlte auch nicht, dass es durch das G8 etwas schwieriger geworden sei, aber immerhin legten 61 Schüler im Schuljahr 2016 die Freiwillige Leistungsprüfung des Verbands der Bayerischen Sing- u nd Musikschulen ab.
Es ist nach wie vor das Ziel, alle an Musik interessierten Menschen gemäß ihrer Begabung und Neigung zu fördern und auszubilden, sie in ihrer persönlichen Entwicklung kontinuierlich zu begleiten, und ihnen neben den Fertigkeiten am Instrument auch soziale Fähigkeiten durch das gemeinsame Musizieren zu vermitteln.
"Wir betrachten Musik als eine Ausdrucksmöglichkeit des Menschen über alle Kulturen und Ländergrenzen hinweg. Wir setzen uns dafür ein, dass auch in Zukunft vielen Menschen der Weg dazu offen ist", erklärte Margit Denk.
Die Musikschule pflegt gute Kontakte zu Schulen, Vereinen, Kirchen, der Wirtschaft in Herzogenaurach und ist mit ihren vielfältigen Veranstaltungen auch in Zusammenarbeit mit anderen ein wesentlicher Bestandteil des kulturellen Lebens in der Stadt.
Die Käthe-Zang-Sing-und-Musikschule hat 2005 das Prädikat "Qualitätssystem Musikschule" vom Verband deutscher Musikschulen (VdM) erhalten. Das Unterrichtsangebot entspricht den Vorgaben des Strukturplans des VdM sowie der bayerischen Sing- und Musikschulverordnung. Das Lehrerkollegium orientiert sich in der pädagogischen Arbeit an den Lehrplänen des VdM und bildet sich durch Fortbildungen beständig weiter.


Ausblick

Die Musikschule lädt am 7. Dezember um 18.30 Uhr zum Musikcocktail in den Musiksaal ein und das Blockflöten-Ensemble wird am 11. Dezember den Rorate-Gottesdienst umrahmen.
Beim festlichen Konzert am 11. Dezember werden das Akkordeonorchester unter der Leitung von Rüdiger Baumann und ein Harfensensemble teilnehmen, das Uli Nix leiten wird. Die Veranstaltungen bis zu den Sommerferien 2017 können der städtischen Homepage entnommen werden. sae