In die Freiphase der Altersteilzeit verabschiedet wurde Margot Eckert aus Waldfenster. Sie war seit mehr als 40 Jahren bei der VR-Bank Bad Kissingen beschäftigt. In einer sehr persönlichen Laudatio dankte Vorstand Roland Knoll der scheidenden Kollegin für ihren unermüdlichen Einsatz.

"Sie haben immer mitgedacht, bei Ihnen standen die Bank und der Kunde im Vordergrund, Sie waren ein Teil unserer Lieblingsbank, wir konnten uns auf Sie verlassen." Bevor er Margot Eckert in die Freiphase mit vielen guten Wünschen entließ, skizzierte er den Lebensweg der gelernten Industriekauffrau, heißt es in einer Pressemeldung.

Nach dem Abitur machte Eckert eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei einer Firma in Schweinfurt und stieß am 1. Juli 1981 zur damaligen Raiffeisenbank Bad Bocklet-Burkardroth. Dort übernahm die engagierte Mitarbeiterin die Buchhaltung. "Das war damals praktisch alles", erinnerte Knoll schmunzelnd an für heutige Verhältnisse kaum noch vorstellbare Zeiten. Die Kauffrau musste flexibel sein, Kundenbelege, Schecks, Überweisungen - alles musste gebucht werden. Per Hand, versteht sich.

Begriffe wie Scanner oder Digitalisierung waren damals noch unbekannt. Einige Jahre später wurde der Wandel im Bankensektor deutlich. Da war erneut Flexibilität gefragt, der Kunde stand mehr und mehr im Mittelpunkt und nicht die "Belege". So wechselte Eckert an den Schalter in Aschach, der natürlich auch samstags geöffnet war. Vier Jahre später wechselte sie nach Burkardroth - die Samstagsarbeit blieb. Dort wurde sie zum "Gesicht von Burkardroth", wie Knoll sagte. Die Kunden akzeptierten die Bankangestellte, sie war fleißig, kompetent und erfahren.

Im Dezember 1991 kehrte schließlich Ruhe ein: Margot Eckert wurde als Versicherungsassistentin in der Abteilung Allianz eingesetzt. Dies war ihre Bestimmung, bis zum Eintritt in die Freiphase der Altersteilzeit erledigte die beliebte, feinfühlige und ausgeglichene Fachfrau alle an sie gestellten Aufgaben zum Wohle der Bank und der Kunden. Jetzt freut sie sich auf mehr Zeit mit ihrem Mann, den Kindern und natürlich den Enkelkindern. red