Wie so viele andere Dinge derzeit stand auch die Hauptversammlung des Musikvereins Ludwigschorgast in der FC-Turnhalle noch im Zeichen der Pandemie. "Corona brachte unser Vereinsleben im ersten Halbjahr 2020 in großen Teilen zum Erliegen", berichtete Vorsitzender Marco Heuschmann. Alle vorgesehenen Auftritte seien wegen Nichtplanbarkeit der Veranstaltungen abgesagt oder ins Folgejahr verschoben worden. Selbst eigene Termine wie das Osterkonzert und der Böhmische Abend waren aufgrund der einhergehenden Abstandsregeln nicht durchführbar

"Wir können nur auf Sicht planen", betonte Heuschmann und kündigte das Weihnachtskonzert in der Kirche unter Vorbehalt an. Genutzt wurde die Zwangspause, um das Notenarchiv umzubauen und neu zu strukturieren. Stabil geblieben sei der Mitgliederstand mit exakt 200 Personen.

Dirigent Rainer Streit konnte immerhin 35 Proben vermelden. Applaus gab es für Jürgen Braunersreuther, Dietmar Felgenhauer und Alexander Ströhlein, drei Musiker, die bei keiner Probe gefehlt hatten. Stattfinden konnten die Standkonzerte in Marktschorgast zur Kirchweih, vor der Fachklinik Stadtsteinach sowie den Seniorenheimen in Neuenmarkt und Wirsberg. Außerdem beteiligten sich Aktive während des Lockdowns an der bundesweiten Aktion "Musik aus dem Fenster", bei der sie ihren Nachbarn mit verschiedenen musikalischen Darbietungen in der tristen Zeit eine Freude machten. Mit Carina Dörfler, der neu hinzugekommenen Nachwuchsklarinettistin, umfasst der Verein aktuell 40 aktive Mitglieder. Der Dirigent äußerte die Hoffnung, dass im nächsten Jahr wieder das Osterkonzert veranstaltet werden kann. Danke sagte Streit unter anderem seiner Vertreterin Claudia Goller, Vorsitzendem Marco Heuschmann und den Vereinswirten Carmen Krusch und Sebastian Pietsch, die trotz der widrigen Umstände eine Probenarbeit ermöglicht hatten.

Solide Finanzen konnte Kassierer Alexander Dippold vorweisen. Die Revisorinnen Katrin Lauterbach und Ute Streit bestätigten eine tadellose Kassenführung.

Dem Bericht von Inventarverwalter Jürgen Braunersreuther war zu entnehmen, dass Rainer Streit viele Noten bearbeitet, arrangiert und gestiftet hatte.

"Corona hat unsere Aktivitäten auf virtuelle Treffen beschränkt", erklärte Jugendvertreter Benedikt Rief.

Dank und Anerkennung sprach der Vorsitzende dem scheidenden Kassierer Alexander Dippold aus, der das Amt 15 Jahre innehatte. "Ein Ehrenamt über diesen langen Zeitraum zu übernehmen, ist heute längst keine Selbstverständlichkeit mehr", sagte er. Als Nachfolger wurde Michael Weber gewählt.

Sie sind zuverlässig und gehen als Vorbilder voran: Schlagzeuger Armin Helbig und Posaunist Georg Herrmann. Die langjährigen verdienten Musiker wie auch Vereinswirtin Carmen Krusch wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

"Ihr habt in der Corona-Zeit fest zusammengehalten", lobte Doris Leithner-Bisani. Die Bürgermeisterin wünschte dem Musikverein, dass er seine Ziele im nächsten Jahr wie gewohnt erreichen könne. "Wir freuen uns darauf, denn es fehlt etwas."

Die Schlussbemerkung lieferte Mitglied Roland Jonak, seines Zeichens Vorsitzender der Stadtkapelle Kulmbach: "Schön, dass es euch gibt. Ich höre eure Musik immer wieder gerne."

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender ist Marco Heuschmann, Stellvertreter Jürgen Friedrich, Kassierer Michael Weber, Schriftführer Armin Helbig und Inventarverwalter Jürgen Braunersreuther. Beisitzer sind Claudia Goller, Marco Strobel, Laura Bauerschmidt und Anastasia Braunersreuther. Revisoren sind Katrin Lauterbach und Benedikt Rief. Tobias Braunersreuther