Kreis Forchheim — Es ist warm in diesen Tagen, sehr warm. Die Meteorologen erwarten auch für die kommenden Tagen hohe Temperaturen. "Neben dem Bewusstsein der Brandgefahr in Wäldern und auf Wiesen, die natürlich mit der Hitze erheblich steigt, ist es wichtig, einige Punkte zu beachten", schreibt die Feuerwehr Kirchehrenbach in einer Pressemitteilung.
Vor allem für Kinder und Tiere kann das Auto schnell zur Hitzefalle werden. In einem geschlossenen Auto kann sich die Innentemperatur schnell auf über 50 Grad und mehr erhöhen. Das kann eine unter Umständen tödliche Falle werden. Auch ein wenige Zentimeter geöffnetes Fenster reicht nicht aus.
Hitzschlag oder Sonnenstich sind nicht zu unterschätzende Gefahren. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist wichtig, und natürlich sollte man die pralle Sonne möglichst meiden.

Gefahr von Waldbränden

Auf Babys, kleine Kinder und ältere Menschen sollte besonders geachtet werden. Ausführlichere Informationen und Tipps hält das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bereit.
Der Waldbrand-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes steht - auch für den Landkreis Forchheim - für die nächsten Tage bereits auf den Stufen 3-4 von 5. "Ein wesentlicher Grund sind die geringen Niederschläge sowie die momentanen Temperaturen", schreibt die Feuerwehr.

Äußerste Vorsicht

Auch außerhalb von Wäldern steigt die Brandgefahr. So zeigt der sog. Grasland- Feuerindex in den nächsten Tagen überwiegend Stufe 4 von 5. Die Regierung von Oberfranken hat schon am zurückliegenden Wochenende als vorbeugende Waldbrandbekämpfungsmaßnahme die Luftbeobachtung angeordnet, um entstehende Brände schnellstmöglich lokalisieren
zu können. Die Feuerwehr Kirchehrenbach bittet die Bevölkerung um äußerste Vorsicht und die Beachtung der folgenden Sicherheitstipps:

1.Kein Rauchen, offenes Feuer (z.B. Grillen, Abbrennen von Schnittgut), offenes Licht (Fackeln, Laternen) in Wäldern oder auf Wiesen!

2.Bitte niemals Zigarettenkippen aus dem Auto- oder Zugfenster werfen!

3.Zufahrten zu Wäldern, Baggerseen und Ausflugsgebieten müssen für Löschfahrzeuge Tag und Nacht freigehalten werden.

4.Das Fahren oder Parken auf Waldwegen ist zu unterlassen, heiße Auspuffrohre oder Katalysatoren könnten das Gras in Brand setzen .

5.Bitte werfen Sie keine Abfälle in die Natur. Es ist zwar selten, aber Scherben können durchaus wie Brenngläser wirken.

6.Kinder sollten über die Gefahren und Folgen von Brandstiftung aufgeklärt werden.

7.Viele Brände lassen sich durch rasches Eingreifen schon im Anfangsstadium löschen. Deshalb bitte immer sofort die Feuerwehr (Notruf 112) alarmieren - auch wenn es sich noch um ein vermeintlich kleines Feuer handelt.
8.Versuchen Sie, den Brandort bei einer Meldung an Integrierte Leitstelle (Notruf 112) so präzise wie möglich anzugeben.

9.Bleiben Sie nach einen Notruf vor Ort und weisen Sie anrückenden Feuerwehren von den Zufahrtsstraßen den Weg zur Brandstelle !

10.Brände und Rauchentwicklungen müssen sofort über den Notruf 112 gemeldet werden. "Entstehungsbrände können durch eigene Löschversuche an der weiteren Ausbreitung gehindert werden, eine Selbstgefährdung muss aber unbedingt ausgeschlossen werden", schreibt die Wehr. red