Rödental — Die Kampfsport-Abteilung der SG Rödental sammelte mit sieben aktiven Sportlern in Lünen beim Deutschland-Pokal in NRW die ersten Punkte für die WM-Qualifikation 2016 im Kickboxen.
Erster Rödentaler Starter war Daniel Schober im Vollkontakt der Junioren bis 71 kg. Daniel Schober war fast ein Jahr nicht mehr gestartet, aber sehr motiviert. Er musste seinen Kampf gegen einen jungen und starken Kämpfer aus Erding bestreiten und dominierte in allen drei Runden. Mit 3:0 Kampfrichterstimmen holte er den ersten Titel für die SGR.


Avemarg gewohnt souverän

Das Aushängeschild der Rödentaler, Kristin Avemarg aus Meiningen, die im Vollkontakt der Damen bis 56 kg startete, ließ wie immer nichts anbrennen und zeigte von Beginn an, warum sie zum Stamm der Nationalmannschaft gehört. Sie kontrollierte den Kampf nach Belieben, war in überragender Form und gewann das Finale auch souverän mit 3:0. Damit steht dem Start der SGR-Starterin bei der WM in Dublin nichts im Weg.
Im Pointfighting waren Colin Dresely und Max Paulfranz mit angereist, um den Pokal zu holen. Beide kämpften in der gleichen Gewichtsklasse der Jugend bis 37 kg. Max Paulfranz kämpfte gegen einen Starter aus Eisenach, den er erst eine Woche vorher klar schlagen konnte. Diesmal machte er es ihm ein bisschen schwerer und nach zwei Runden hieß es Unentschieden. In der Minute Verlängerung konnten auch wieder beide gleichermaßen punkten und so hieß es auch da Unentschieden. Beim Sudden Death zählt der nächste Treffer. Paulfranz konnte den Treffer setzen und zog ins Halbfinale ein. Ihre nächsten Kämpfe konnten beide SGR-Starter nicht für sich entscheiden und somit blieb jeweils Platz drei.
Auch der Coach Jochen Paulfranz kämpfte bei den Veteranen im Leichtkontakt, hätte das aber besser nicht getan. Durch die Nominierung für die Weltmeisterschaft im November in Dublin mussten bereits ein paar Kilo abgespeckt werden und so war der Gewichtsunterschied in der Klasse bis 74 kg zu groß, um gegen den gut boxenden und sehr harten Gegner aus Berlin gewinnen zu können.
Für das Marktzeulner Geschwisterpaar Victoria und Julian Linz verlief das Turnier durchweg positiv und so durfte Julian Linz die Gold-, Vicky Linz die Silbermedaille mit nach Hause nehmen.
Julian Linz hatte nur einen Gegner in seiner Alters- und Gewichtsklasse (Jugend A 13 bis 15, bis 69 kg) und stand somit direkt im Finale gegen Marc Groll aus Köln.
Seine Schwester Victoria Linz kommt immer besser in der neuen Altersklasse (Juniorinnen 16 bis 18, bis 65 kg) in Schwung und es gab hier eine Neuauflage des Finalkampfes der deutschen Meisterschaft gegen die starke Katharina Rosner vom SV Grün-Weiß Harburg. Beide Kämpferinnen zeigten in ihren Halbfinals ihre technische Klasse und fegten ihre Gegnerinnen Melina Lignou und Anna Kleinert aus Köln und Erfurt jeweils mit 3:0 von den Kampfflächen. Das Finale verlief auf extrem hohen Niveau und die Führung wechselte ständig. Beide Kämpferinnen verlangten sich alles ab und bewiesen mit diesem Kampf, warum sie zu den besten Akteurinnen ihrer Klasse zählen. Am Ende hatte Kathi Rosner ganz knapp die Nase vorn. "Ich bin fix und fertig, das war so anstrengend und extrem knapp", kommentierte die sympathische Hamburgerin. Vicky Linz und ihr Bruder wurden nach den tollen Leistungen beim Deutschlandpokal vom Bayern-Kader-Trainer Philipp Bitzenbauer für ein Sondertraining nach Altdorf eingeladen. Beiee wollen sich auch optimal vorbereitet, um bei der Bavarian Open am 24. Oktober in Altötting wieder anzugreifen.
Mit nur sieben Startern erreichte die SG Rödental im Medaillenspiegel einen hervorragenden 8. Platz von 48. Der Kurs stimmt und lässt das ganze Team mit Freude in die Zukunft blicken. So fahren etliche Newcomer mit nach Altötting, um sich für das Wettkampfteam zu empfehlen. pf