Weidhausen — Sechs Spiele ohne einen Sieg, wann hat es so etwas zum Saisonstart bei den Frauen des TV Weidhausen und der HG Kunstadt schon einmal gegeben? Den traurigen Höhepunkt setzte am Wochenende die Partie bei der HSG Freising-Neufarn. Dort unterlag die SG Kunstadt/Weidhausen gegen ein Team aus dem Mittelfeld der Tabelle glatt mit 15:32 (6:15).

HSG Freising-Neufarn -
Kunstadt/Weidh. 32:15 (15:6)

Schon der Pausenstand macht klar, dass die SG von Beginn an nicht richtig in die Gänge kam. Ein 0:7-Rückstand in der 11. Minute, auf den zu allem Übel noch eine Rote Karte gegen Lena Krappmann folgte, zeigt wie sehr die Mädels von der Rolle waren.
Die Gründe dafür lassen sich leicht finden. Der Umbruch in der Mannschaft, bei dem etliche erfahrene Spielerinnen aus familiären oder alterstechnischen Gründen ausschieden, hat seine Spuren hinterlassen. Durch die Disqualifikation war der ohnehin kleine Kader auf neun Spielerinnen inklusive einer Torhüterin geschrumpft. Hinzu kam in der 41. Minute eine weitere Disqualifikation gegen Sophie Schnack, so dass alle Auswechselmöglichkeiten auf ein Minimum geschrumpft waren.


Disqualifikation der Knackpunkt

Dennoch bewiesen die Damen der SG Kunstadt/Weidhausen zwischen der 15. und 40. Minute Moral. Fabienne Seufert fasste sich mehrfach ein Herz, Schnack erzielte bis zu ihrer Hinausstellung zwei Tore und auch Marion Held traf ins Tor. Doch der Vorsprung der Heimmannschaft war nicht wettzumachen, zumal Fjolla Haska und Christina Schredel für permanente Torgefahr sorgten.
Auch in der zweiten Hälfte hielt man nach dem 15:6-Pausenstand bis zum 18:9 in der 40. Minute tapfer mit. Der Knackpunkt war die Disqualifikation von Sophie Schnack, auf die drei Tore in Folge für die HSG Freising-Neufarn zum 21:9 (43.) folgten.
Von diesen Nackenschlägen erholte sich die SG nicht mehr. Es folgte nun ein Tiefschlag nach dem anderen mit fünf Toren in Folge zum 25:10 (48.). Mit der Auszeit sollte noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft gehen, schließlich wollte man sich nicht "abschlachten" lassen. Den Siegeszug der HSG konnte man damit allenfalls bremsen, aber nicht stoppen.
Nach einer Zeitstrafe gegen Stefanie Aust erzielten die Gastgeberinnen noch einmal vier Tore in Folge und deklassierten Kunstadt/Weidhausen mit 32:15.


Nur im Kollektiv funktioniert es

Spätestens mit diesem Ergebnis sollte allen Beteiligten klar geworden sein, dass man nun alle Kräfte bündeln und enger zusammenrücken muss. Das gilt auch für die Trainingsbeteiligung. Handball ist ein Mannschaftssport, bei dem Teamgeist wesentlich über Erfolg und Misserfolg mitentscheidet. Trotz der angespannten Personalsituation ist immer noch individuelle Qualität vorhanden. Doch nur gemeinsam wird man daraus auch Erfolge erzielen können.
SG Kunstadt-Weidhausen: F. Seufert (3), L. Stirbati, L. Bauer, S. Aust (je 2), S. Schnack (2/2), A. Pitterich (2/2), M. Held, L.-M. Fiedler (je 1).