"Sechs von sieben" - so lautete die Quote der abgesagten Partien am letzten Spieltag in der Handball-Landesliga der Frauen. Das macht einmal mehr deutlich, wie schwer ein geordneter Spielbetrieb in Corona-Zeiten ist.

Deshalb steht bis zum Anpfiff am Sonntag (14.30 Uhr, Mainfeldhalle Michelau) noch ein Fragezeichen hinter der Austragung des Heimspiels der SG Kunstadt-Weidhausen gegen das Spitzenteam des SC 04 Schwabach. Mehr Klarheit herrscht hingegen für die Zuschauer: Sie müssen auch in der Mainfeldhalle bis auf Weiteres draußen bleiben.

Landesliga, Männer

Im zweiten Heimspiel der neuen Saison bekommt es die HSG Rödental-Neustadt am Sonntag (17.45 Uhr) mit der Reserve des Bayernligisten TV Erlangen-Bruck zu tun. In der abgelaufenen Landesliga-Saison belegten die Erlanger den siebten Tabellenplatz und waren auf Tuchfühlung zu den vorderen Plätzen. Um die Stärke der Brucker weiß auch HSG-Torhüter Robert Fleischmann: "Da haben wir diesen Sonntag ein richtiges Pfund vor der Brust. Die Brucker sind eine enorm spielstarke, robuste und schnelle Mannschaft. Für uns bedeutet das, dass wir hellwach sein müssen und unsere eigenen Fehler reduzieren. Nur so haben wir eine Chance an diesem Tag etwas Zählbares mitzunehmen." Beide Mannschaften sind sich nicht unbekannt und pflegen einen guten Kontakt zueinander. In den vergangenen Jahren "nutzte" man sich schon häufiger gegenseitig als Sparringspartner für Testspiele.

Die Verletztenliste der HSG wurde kürzer: nur Nicolas Carl wird weiterhin ausfallen. Hinter dem Einsatz von Tarek Legat steht noch ein Fragezeichen. Der Spielort musste aus organisatorischen Gründen kurzfristig verlegt werden. Die Partie wird nicht in Neustadt, sondern in der Franz-Goebel-Halle in Rödental ausgetragen. Es gelten wieder die bekannten Hygienevorschriften. Zuschauer sind bis 100 zugelassen. Die HSG bittet um Voranmeldung. metz

Landesliga, Frauen

Sollte das Duell zwischen der SG Kunstadt/Weidhausen und dem SC Schwabach angepfiffen werden, erwartet die Gastgeberinnen die zweite Bewährungsprobe im zweiten Spiel. Denn nach der HSG Mainfranken empfängt das Team um Fabienne Seufert die nächste Spitzenmannschaft der Liga, die in der vergangenen Saison nur aufgrund des direkten Vergleichs dem Post-SV Nürnberg den Vortritt in die Bayernliga lassen musste. Dass der Gast aus Mittelfranken den SG-Spielerinnen trotz der klaren Rollenverteilung durchaus liegt, bewies die SG in der vergangenen Saison, als sie sich erst in der letzten Sekunde mit 17:18 geschlagen geben mussten. mts