Lichtenfels — Für die Bayernliga-Volleyballer der SG TS Lichtenfels/VSG Coburg/Grub neigt sich die Saison dem Ende. Am morgigen Samstag bestreiten die Lichtenfelser ihr vorletztes Spiel in dieser Serie beim Tabellenzweiten BSV Bayreuth.
Die letzten Spiele verliefen äußerst ernüchternd für die Akteure aus der Korbstadt. Aus den vergangenen vier Begegnungen konnte man aufgrund von personellen Problemen und Trainingsrückständen lediglich drei Punkte einfahren. Infolgedessen sind die Mannen um Spielertrainer André Dehler vom sicher geglaubten dritten Rang auf Platz 5 der Bayernliga Nord abgerutscht. Mit bislang 22 Punkten hat man somit nur noch sechs Zähler Vorsprung auf Rang 8, der ein Relegationsspiel gegen den Abstieg zur Folge hätte. In der kommenden Partie treffen die Lichtenfelser auf den zweitplatzierten BSV Bayreuth, dem es als einzigem Team nach dem Ligaprimus Regenstauf gelang, sich vom Rest der Liga zu distanzieren. So haben die Bayreuther neun Zähler Vorsprung auf den TV Erlangen, der Platz 3 belegt.

Im Hinspiel lange mitgehalten

Bereits im Hinspiel hatten die Lichtenfelser Schwierigkeiten, dem Niveau der mit ehemaligen Regionalligaspielern gespickten Mannschaft zu folgen. Zwar hielt man damals in den ersten beiden Sätzen mit, ehe gegen Ende sich jeweils doch die höhere individuelle Klasse der Bayreuther mit 25:21 durchsetzte. Im dritten Durchgang bot die SG den guten Angriffen der Bayreuther kaum Paroli. Besonders den Diagonalangreifer der BSVler bekamen die Lichtenfelser weder im Block noch in der Feldabwehr zu fassen. Dementsprechend ging auch der dritte Abschnitt damals klar mit 25:15 an die Bayreuther.
In der morgigen Begegnung müssen die Lichtenfelser somit äußerst konzentriert ans Werk gehen, eine saubere Block- und Abwehrarbeit an den Tag legen und die Fehlerquote minimieren, um sich eine Chance gegen den BSV Bayreuth zu bewahren.
Allerdings hat sich die personelle Situation bei den Lichtenfelsern in der letzten Woche kaum gebessert. Mit Felix Willmer, Fabian Horn, Tassilo Jacobitz und Florian Trolp fehlen dem Team gleich vier Leistungsträger. Zudem ist auch der Einsatz von Außenangreifer Marius Weisser, der dem Team sowohl in der Annahme, als auch im Angriff Halt geben könnte, berufsbedingt fraglich.
Zwar ist das Abrutschen auf einen Abstiegsrang für die Korbstädter unwahrscheinlich, mit einem Sieg über Bayreuth könnte man jedoch vorzeitig den Klassenerhalt sichern und ohne Druck das letzte Spiel gegen den TV Erlangen angehen.
Aus diesem Grund wird das Team alles daran setzen, allen Kaderproblemen zu trotzen und aus der Außenseiterrolle gegenüber den Bayreuthern Profit zu schlagen. mhu