Kulmbach — Über die Situation der Frauen in Kirgistan spricht Adriane Lochner in einem Vortrag unter dem Motto "Sex in the post-soviet City" am Donnerstag, 23. April, um 19 Uhr in der Akademie für Neue Medien. Veranstalter des Abend sind die Friedrich-Naumann-Stiftung und die Thomas-Dehler-Stiftung. Nach dem Ende der Sowjetunion erklärte Kirgistan am 31. August 1991 seine Unabhängigkeit. Ein demokratisches Mehrparteiensystem wurde eingeführt. Die letzten 24 Jahre sind jedoch immer wieder von politischen Unruhen und Regierungsstürzen begleitet. Ebenfalls ist zu beobachten, dass die Sexindustrie in Kirgistan massiv Einzug gehalten hat.
In ihrem Vortrag wird die Referentin über ihre Recherchen vor Ort berichten. Dabei stieß sie auf die erste, seriöse Sexschule Bischkeks und eine Hilfsorganisation für Prostituierte. Sie begleitete die Helfer eine Nacht lang auf dem Straßenstrich. Adriane Lochner ist promovierte Biologin und arbeitet seit 2013 als freie Journalistin. Nach Kirgistan zog es sie wegen der landschaftlichen Einzigartigkeit des Tienschangebirges. Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei. Um Anmeldung wird gebeten, Telefon 089/183184. red