In der Schach-Bezirksoberliga sind der SSV Burgkunstadt und der SV Seubelsdorf mit Siegen ins neue Jahr gestartet. War der Erfolg des SSV noch zu erwarten, sorgte Seubelsdorf für eine große Überraschung.

Bezirksoberliga

SSV Burgkunstadt - SG Memmelsd./Hollf. 5,5:2,5

Mit einem Sieg gegen die SG Memmelsdorf/Hollfeld startete der SSV Burgkunstadt ins neue Jahr. Während sich Burgkunstadts Thomas Müller und Tim Schelenz auf ein Remis einigten, punktete Johannes Türk gegen Torger Münzel. Türk vernachlässigte zunächst seine Königsstellung, trieb aber Münzels König quer über das Brett und setzte ihn matt. Eine ruhige Partie mit gegenseitigem Abtasten entwickelte sich im Spiel zwischen Daniel Völker und Ulrich Rödel. Zwar sicherte sich Völker durch ein genaues Zusammenspiel zwei Leichtfiguren für einen Bauern, doch das kostete so viel Zeit, dass ein Dauerschach das Remis sicherte.

Am ersten Brett brachte Alexander Öhrlein nach einem frühen Damentausch seine Figuren besser als Ilie Brandmann zur Geltung. Nach einem heftigen Schlagaustausch konnte Öhrlein einen Mehrbauern und damit den Sieg sichern.

Brehm in Zeitnot

Matthias Rotsch wählte einen zurückhaltenden Aufbau der Figuren, so dass Andreas Brehm ein stabiles Bauernzentrum aufbaute. In höchster Zeitnot senkte sich die Fahne vor den erforderlichen 40 Zügen zuerst bei Brehm. Kein Glück brachte Uwe Max sein Bauernzentrum. Harald Hugel deckte die Schwächen auf und verbuchte zwei Mehrbauern. Am zweiten Brett entwickelte Jens Güther seine Figuren schnell und effizient. Doch Alexander Niemetz tauschte diese so lange ab, bis lediglich zwei ungleichfarbige Läufer übrig blieben, die keinem einen Sieg verschaffen konnten.

Im letzten Spiel des Tages sah sich Thomas Barnickel trotz eines Mehrbauern einem kniffeligen Turmendspiel gegenüber. Sein König wusste anfangs nicht, ob die rechte oder die linke Seite erfolgversprechender war. Aber die Reise quer übers Brett schadete nicht und nach dem Abgreifen der letzten Bauern von Jörg Münzel war das anschließende Matt vorprogrammiert. tb

SV Seubelsdorf - SK Hof 4,5:3,5

Der SV Seubelsdorf bleibt eine Mannschaft, die für Überraschungen sorgt. Gegen Tabellenführer Hof landete der SV einen unerwarteten Erfolg, der Luft im Abstiegskampf bringt.

Nachdem Marko Hofmann an Brett 5 gegen Sebastian Strätker unentschieden spielte, schockte SV-Kapitän Christian Gebhardt am sechsten Brett seinen Gegner Jörg Scheidt mit einem starken Zug, der gegnerische Felderschwächen aufdeckte und den entscheidenden Materialvorteil brachte.

Der Spitzenreiter glich aber durch Spartak Galstyan gegen Matthias Bergmann wieder aus. Jürgen Gegenfurter fiel in die taktische Grube seines Gegners nicht hinein, fuhr selbst einen nicht mehr parierbaren Konter und brachte Seubelsdorf in Führung. Am zweiten Brett sah es lange danach aus, als würde Tobias Kolb die Führung ausbauen. In Zeitnot kam Kolb aber nicht über ein Unentschieden hinaus. Nun versuchten die Hofer druckvoll, das Match doch noch zu drehen. An Brett 7 hielt Uwe Voigt dem Druck des Hofers Michael Wüst stand und holte ein Remis. An Brett 8 verteidigte sich Seubelsdorfs Tudor Fosca Lutz zäh in einem Läuferendspiel mit Minusbauern. Er musste sich schließlich aber der Übermacht beugen.

Adamovic tütet Sieg ein

Beim Stand von 3,5:3,5 fiel die Entscheidung an Brett 4. Ivan Adamovic hatte sich gegen Olaf Hilbig einen großen Vorteil erarbeitet. Hilbig hielt dagegen und es kam zu einem Handgemenge mit abenteuerlichen Materialverteilungen.

Zeitweise kämpften zwei Türme und drei Bauern gegen einen Turm und zwei Läufer. Adamovic brachte die Partie wieder unter Kontrolle und beförderte einen Bauern gewinnbringend zu einer Dame. Der Sieg der Seubelsdorfer war perfekt. uv