Kreis Haßberge — Wenige Tage nach dem 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald vor den Toren der Stadt Weimar besuchten Seniorenbetreuer des katholischen Dekanates Haßberge, Bereich Ebern, unter der Leitung des Dekanatssenioren-Vorsitzenden Bruno Deublein und des Altenseelsorgers Diakon Joachim Stapf das Gelände des ehemaligen Lagers. Anschließend nahm die Gruppe an einer Stadtführung durch die Goethe- und Schillerstadt in Thüringen teil.
Buchenwald war am Ende des Zweiten Weltkriegs das größte Konzentrationslager auf deutschem Boden. Es wurde zwischen Juli 1937 und April 1945 auf dem Ettersberg bei Weimar als Arbeitslager betrieben. Insgesamt waren in diesem Zeitraum etwa 250 000 Menschen aus allen Ländern Europas inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf etwa 56 000 geschätzt. Die SS-Truppen verübten in den acht Jahren abscheuliche Verbrechen in dem Lager.

Die Befreiung

Am 11. April 1945 um 15.15 Uhr wurde das Lager von den amerikanischen Truppen befreit. Die Uhr auf dem Torhaus steht seit dieser Zeit auf 15.15 Uhr.
Ein Stadtrundgang führte danach zu den kulturellen Glanzpunkten Weimars. Die Besucher sahen das Goethe- und Schiller-, das Bach- und das Herderhaus. Obwohl Goethe und Schiller eigentlich nicht so sehr in Eintracht lebten, stehen sie vereint in Bronze gegossen vor dem Nationaltheater. Die Seniorenbetreuer aus dem Dekanat Haßberge, Bereich Ebern, besuchten auch den Stadtpark und warfen einen Blick auf das idyllisch gelegene Gartenhaus Goethes, wo er viele Werke geschrieben hat. In der Kirche St. Peter und Paul wurde der berühmte Lukas-Cranach-Altar bewundert. wo