Der junge Herzogenauracher Organist Ludwig Orel gibt am Sonntag, 28. Juli, zum Mittelalterfest ein Konzert mit Werken, die nicht alle Tage zu hören sind.

Orel ist inzwischen weit über Herzogenaurach hinaus als Konzertorganist gefragt. So hat er am 6. Juli im Dom zu Freiberg in der sächsischen Schweiz zum 300. Jubiläum der kleinen Silbermann-Orgel gespielt. Auch wenn das berühmte Instrument nur ein Manual hat und alles andere als einfach zu spielen ist, diese Orgel hat einen großen weiten Klang. Er trug dort unter anderem Johann Sebastian Bachs große Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542 vor. Mit diesem Werk wird er auch an der dreimanualigen Metzler-Orgel am Sonntag um 17 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Magdalena das Konzert eröffnen.

Eine Fantasie über B-A-C-H

Diese Fantasie in g-moll ist eines der freiesten Orgelwerke, das Bach komponiert hat, fast wie eine Improvisation und verlangt dem Organisten hohe Musikalität ab, heißt es in der Einladung zum Konzert. Doch auch die Fuge hat es in sich. Abwechslungsreich geht es weiter mit einem Scherzetto aus den "pièces en style libre" von Louis Vierne, dem Finale aus der dritten Orgelsymphonie, ebenfalls von Louis Vierne, und schließlich einer eigenen Improvisation von Ludwig Orel über "Ubi Caritas", die nicht ganz alltäglich sein wird.

Zum Abschluss wird die Fantasie über B-A-C-H op. 46 zu hören sein, die Max Reger 1900 komponiert hat. Die Buchstaben des Namens von Bach sind auch Notennamen und ergeben aneinandergereiht ein sich reibendes Thema chromatischer Tonabfolgen, das viele Komponisten angeregt hat, darüber eine Komposition zu schreiben. Regers Fantasie über B-A-C-H gilt als eines der schwersten Orgelwerke und wurde an der Metzler-Orgel von St. Magdalena noch nie in einem Konzert aufgeführt. Der Eintritt ist frei. red