Eifrig diskutierten die Zehntklässler an der Freiherr-von-Lutz Mittelschule in Münnerstadt: Aufgeteilt in zwei Teams sollten sie den Businessplan für ein selbstgewähltes Unternehmen erstellen. Schließlich entschieden sie sich für ein Optikergeschäft in Nüdlingen und für eine Diskothek in Bad Neustadt.
Die Grundlagen erklärte ihnen Sonja Schmitt, Projektleiterin von Frau und Beruf im Rhön-Saale-Gründer- und Innovationszentrum (RSG) Bad Kissingen. Wer sich selbständig macht, müsse sich bewusst machen, dass er "ständig" und "selbst" arbeiten muss, sagte sie. Dazu gehöre eine gehörige Portion Risikobereitschaft. An Hand eines Testes konnten die Schüler herausfinden, welcher Unternehmenstyp sie sind.


Haftungsfrage

Neben der Firmenneugründung, die mit oder ohne Partner erfolgen kann, würden heutzutage immer mehr Unternehmen übernommen. Dies auch im Besonderen von ehemaligen Mitarbeitern einer Firma. Das hat zur Folge, dass Strukturen, die sich bewährt haben, schon vorgegeben sind. Dennoch müsse sich ein Firmengründer Gedanken über die Rechtsform machen, da er sonst im schlimmsten Fall mit all dem, was er besitzt, haftet. Daher empfehle es sich, eine Gesellschaft mit begrenzter Haftung, eine GmbH, zu gründen. Schmitt erklärte weiter, dass die private Absicherung, allen voran die Altersvorsorge, gut durchdacht werden muss.
Wer sich selbständig machen will, müsse einen Businessplan schreiben. Neben der Geschäftsidee und dem Namen müsse auch das Produkt oder die Dienstleistung definiert werden. Dazu gehörten eine Marktübersicht, also der Blick auf die Kunden oder die Zielgruppe und die Konkurrenz. Es müssten der Standort analysiert und das Marketing entworfen werden. Auch die Unternehmensorganisation, die mit der Gründung einhergehenden Chancen und Risiken, sowie die Finanzierung müssen in diesem Businessplan schriftlich festgelegt werden. mkü