Staffelbach — Die Eheleute Elisabeth und Nikolaus Hechler feierten im Kreise ihrer Familie das seltene Fest der Eisernen Hochzeit.
Das Jubelpaar blickt auf ein arbeitsreiches und zum Teil sehr schwieriges Leben zurück. Aufgewachsen in armen Verhältnissen, mussten sie bereits mit 14 und 15 Jahren schwer arbeiten. Gebürtig aus der Ukraine wurden beide 1945 nach Polen depotiert, wo sie die deutsche Staatsangehörigkeit erhielten. Im Ural fanden sie eine neue Heimat und schlossen dort vor 65 Jahren den Bund fürs Leben. Von 1961 bis 1990 lebte die Familie mit ihren fünf Kindern dann in Kasachstan. Nikolaus Hechler arbeitete als Kraftfahrer und Holzfäller, Elisabeth arbeitete in der Landwirtschaft.
Im Juni 1990 kamen sie als Spätaussiedler nach Deutschland und leben seit 2008 in Staffelbach, zusammen mit der Familie ihrer Tochter. Dort fühlen sie sich wohl und mit Lesen und Kreuzworträtseln halten sie sich geistig fit.