Vor 60 Jahren wurden Erwin und Eva Mahr in der Pfarrkirche von Isling vom damaligen Geistlichen Rat Andreas Schrimpf getraut. So konnten sie am Donnerstag im Kreis ihrer Familie sowie von Freunden, Nachbarn und Bekannten diamantene Hochzeit feiern.
Sie gedachten aber auch am Nachmittag in einem von Pfarrer Henryk Chelkowski gehaltenen Gottesdienst in der Kapelle zur Heiligen Familie in Roth voller Dankbarkeit der langen Zeit, die sie gemeinsam verbringen durften.
Der gebürtige Obersdorfer Erwin Mahr lernte seine aus Roth stammende spätere Frau Eva, geborene Schuberth, bei einem Faschingstanz in der Gastwirtschaft Wagner in Roth kennen. Nach der Hochzeit bewirtschafteten beide den elterlichen Bauernhof der Frau. Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor, die wiederum schon für 14 Enkel gesorgt haben. Auch über drei Urenkel können sich die Ehejubilare freuen.


Obmann im Bauernverband

Erwin Mahr war zeitlebens äußerst rührig und hat sich in vielen Funktionen und auf Vereinsebene für die Dorfgemeinschaft eingesetzt. Er war 30 Jahre Obmann des Bauernverbandes, engagierte sich mit viel Elan für die Flurbereinigung, ist seit 40 Jahren Feldgeschworener, war 28 Jahre Mitglied des Pfarrgemeinderates und machte sich jahrzehntelang in Roth und Isling als Vorbeter bei Wallfahrten und Prozessionen unentbehrlich. Als Gründungsmitglied gehört er schon über 40 Jahre dem CSU-Ortsverband an.
Der Gesangverein erfreute seine beiden Ehrenmitglieder, die jahrzehntelang mit Leib und Seele aktive Sänger waren, mit einem Ständchen. Auch der Musikverein spielte mit seinen Ansbachtaler Musikanten auf, schließlich gehörte das heutige Ehrenmitglied Erwin Mahr der Kapelle als Tenorhornist 18 Jahre lang an. Natürlich war der jetzige Ehrenkommandant Erwin Mahr auch bei der Feuerwehr äußerst aktiv, die er 20 Jahre als Kommandant prägte.
Eva Mahr trat bei den Vereinsaktivitäten naturgemäß etwas in den Hintergrund, hatte sie doch mit sieben Kindern einen großen Haushalt zu betreuen. Einer Leidenschaft konnte sie allerdings bei 14 Enkelkindern zur Genüge frönen: Socken stricken.
Neben den vielen Vereinsvertretern ließ es sich natürlich Bürgermeister Andreas Hügerich nicht nehmen, dem Jubelpaar im Namen der Stadt zusammen mit einem Geschenk die herzlichsten Glückwünsche zu übermitteln.