Oberhaid — Zahlreiche, sich offensichtlich gut amüsierende Besucher konnten bei "Musik bei Kaffee und Kuchen" nicht nur beschwingte Gastgeberinnen erleben, sondern auch Zeugen einer ganz besonderen Ehrung werden. Peter Märkel, Vize-Präsident des Fränkischen Sängerbundes, zeichnete Gabriele Eller für 40-jähriges aktives Chorsingen aus.
Wie die Erste Vorsitzende des Frauenchors "Vocalitas", Elke Barth, dabei hervorhob, seien die Frauen sehr stolz auf ihre Sangesschwester und freuten sich auf viele weitere Jahre des gemeinsamen Singens.
Die Ehrung fand während einer Veranstaltung statt, deren Atmosphäre sich bewusst von der eines üblichen Konzertes unterschied. Der Frauenchor hatte sich ein abwechslungsreiches Programm überlegt: Darbietungen der Frauen und des Projektchors und dazwischen immer wieder ein paar gemeinsam mit dem Publikum gesungene Lieder, bei denen die Wünsche der Zuhörer nicht zu kurz kamen.
"Ich erkenne Euch gar nicht wieder!", war der Kommentar von Peter Märkel in seinem kurzen Grußwort, denn das Repertoire des Chores bei dieser Veranstaltung unterschied sich deutlich von all seinen bisherigen Auftritten. Sonst legt Chorleiter Norbert Weis den musikalischen Schwerpunkt auf amerikanische Gospels, englischsprachige Pop-Songs und moderne deutsche Schlager. Aber für diesen Nachmittag und für das Chorprojekt, zu dem auch wieder Männer eingeladen waren, hatte er ein besonderes Thema ausgesucht: das traditionelle deutsche Volkslied - ein Thema, das für den Chor geradezu exotisch ist. Ein Gastauftritt der "Undähaadä Theaterfreunde", die sketchartig einen Ausschnitt aus ihrem aktuellen Lustspiel "Schwester Immaculata" zeigten und gekonnt für viel Gelächter sorgten, ergänzte das musikalische Programm ideal.
So sorgten alle Beteiligten und natürlich das lautstark und begeistert mitsingende Publikum, das von den Sängerinnen Helga Menzel-Ramer (Akkordeon) und Sabine Neuß (Gitarre) schwungvoll begleitet wurde, für einen wunderbaren Nachmittag. Doch "Musik bei Kaffee und Kuchen" ist beim Oberhaider Frauenchor auch für das Jahr 2016 schon fest eingeplant. Christiane Then-Westphal