Steinwiesen — Auch heuer, und dies nun schon seit 111 Jahren, haben sich Gläubige aus dem Gemeindegebiet von Steinwiesen zur Verehrung der Gottesmutter auf den Weg zum Wallfahrtsort Marienweiher gemacht. Die Organisation lag einmal mehr in den Händen von Wallfahrtsführer Michael Rüger, der diesmal das Motto "Mit Christus Brücken bauen" gewählt hatte und mit den Teilnehmern betete und sang. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, sodass gute Stimmung während der zwei Tage, die reibungslos und unfallfrei verliefen, herrschte.
Traditionsgemäß fand vor dem Abmarsch in aller Frühe ein Gottesdienst in der Heimatkirche St. Marien statt. Danach ging es auf die rund 30 Kilometer lange und teilweise auch beschwerliche Strecke. Der Weg führte zunächst nach Wallenfels und von dort durch vertraute Ortschaften wie Haid, Reichenbach und Presseck, wo eine erste Ruhepause eingelegt wurde.
Weiter ging es unter der Begleitung von Musikanten der heimischen Blaskapelle nach Grafengehaig und Marktleugast, bevor gegen 16 Uhr der Gnadenort im östlichen Oberfranken erreicht wurde.
Der dortige Wallfahrtsseelsorger, der die Pilger am Ortseingang abgeholt hatte, sprach das Ankunftsgebet, dem sich Andacht und Kreuzweg anschlossen. Am zweiten Tag trafen sich die Teilnehmer zum Wallfahreramt, das Pfarrer Reis abhielt, und zum Abschiedsgebet in der Basilika. Den Rückweg traten immerhin noch 40 Beteiligte an. Als sich am Ende der gemeinsamen Tage Rüger bei "seinen" Pilgern für das Durchhaltevermögen bedankte, ging man mit dem Bestreben auseinander, sich mit Gottes Willen im nächsten Jahr zur 112. Wallfahrt zu treffen. Hans Franz