Höchstadt — "Für manche Pfarreimitglieder ist der Blasiussegen wichtiger als ein Sonntagsgottesdienst", berichtet der Höchstadter Dekan Kilian Kemmer zum alljährlichen Angebot des Kirchenjahres Anfang Februar. Zum Gedenken an eine Begebenheit im Leben des im vierten Jahrhundert im Zuge der Christenverfolgung getöteten Bischofs wird der Blasiussegen mit zwei gekreuzten brennenden Kerzen erteilt. Sowohl in dem Versteck der Christen von einst als auch als Gefangener im Kerker hielt der Bischof Blasius zu Gebet, Gesang oder Segen Kerzen vor sein Gesicht, damit er gesehen wird und damit er seine Zuhörer sehen konnte.

Einer von 14 Nothelfern

Dem Gebet von St. Blasius wird es zugeschrieben, dass ein Kind wegen einer verschluckten Fischgräte einen Erstickungsanfall überlebte. Der Heilige Blasius zählt zu den 14 Nothelfern und wird besonders bei Halskrankheiten um sein Fürbittgebet ersucht. Am Samstag und Sonntag kann nach allen Gottesdiensten in der Stadtpfarrkirche dieser Blasiussegen empfangen werden, "nicht als Voodoo-Zauber, sondern im Vertrauen auf Gottes heilende Kraft". Wer viel zu schlucken hat im Alltag, bekommt manchmal einen Hals, meint der Dekan. "Da hat mir dieser Segen schon immer geholfen, ich bin noch nie erstickt an den Herausforderungen des Alltages." red