Im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst in der St.-Jakobus-Kirche spendete Pfarrer Ignacy Kobus den Blasius-Segen.
Das Heinrichsblatt der Erzdiözese Bamberg erklärt in seiner jüngsten Ausgabe die Herkunft dieses Brauchs: "Vom heiligen Blasius, dessen Gedenktag am 3. Februar ist, ist wenig bekannt. Er soll im dritten Jahrhundert in der Stadt Sebaste in Armenien gelebt haben.
Der Legende nach war er ursprünglich Arzt und machte zwischen den Menschen - egal ob arm oder reich - keinen Unterschied. Wegen seiner Hilfsbereitschaft war er bei den Menschen sehr beliebt, und sie wählten ihn nach dem Tod ihres Bischofs zu dessen Nachfolger.


Die Sache mit der Fischgräte

Als Blasius dieses Amt antrat, setzte die Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian ein. Auf Wunsch der Gemeinde versteckte er sich in einer Gebirgshöhle, wo ihm Vögel Speisen brachten. Auch andere Tiere suchten der Legende nach seine Nähe und brachten so unbeabsichtigt die römischen Soldaten auf die Spur von Blasius. Er wurde entdeckt und gefangen genommen.
Im Kerker besuchten viele den beliebten Bischof und erbaten seinen Rat und seinen Trost. Eines Tages kam auch eine Mutter, deren Sohn eine Fischgräte im Hals stecken geblieben war und der zu ersticken drohte. Blasius legte ihm die Hand auf und machte das Kind wieder gesund.
Nachdem er sich standhaft weigerte, dem christlichen Glauben abzuschwören, wurde er gefoltert und schließlich um das Jahr 316 enthauptet.
Schon bald wurde Blasius wegen der Heilung des Jungen als Helfer bei Hals- und Kehlkopfleiden angerufen und als einer der 14 Nothelfer verehrt.
Bei dem seit dem 16. Jahrhundert üblichen persönlichen Blasius-Segen mit zwei gekreuzten Kerzen wird der heilige Bischof gebeten, den Gesegneten vor Halskrankheiten und anderem Übel zu bewahren." Prei.