Im Nachgang zu dem von der Bayerischen Rundschau organisierten Diskussionsabend zum Thema Ortsumgehung Stadtsteinach haben sich Pro Stadtsteinach und Bund Naturschutz mit einem offenen Brief an Bundstagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU) gewandt. Sie fordern darin eine schnellstmögliche Verbesserung der Verkehrssituation.
Mit großem Interesse habe man die Aussage Zeulners aufgenommen, dass für die zeitnahe Verwirklichung von Verkehrsprojekten in Bayern ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen. Pro Stadtsteinach und Bund Naturschutz hätten folgende wichtige Forderungen eingebracht, die für eine Akzeptanz der geplanten Umgehung sicherlich hilfreich wären, heißt es in dem von Jürgen Machulla, Alwin Geyer und Knud Espig unterzeichneten Schreiben:
 1. ausreichender Lärmschutz im Bereich des Campingplatzes;
 2. Bau von Durchlässen unter der neuen Straße zur Aufrechterhaltung der Wanderwege;
 3. Bau einer Brücke zur Durchquerung des Steinachtals anstatt der Aufschüttung eines über elf Meter hohen Erdwalls;
 4. Einhausung im Bereich der Kureinrichtung Salem zum Erhalt der dortigen Arbeitsplätze.
"Aufgrund der aktuell sehr positiven finanziellen Situation dürfte also der Umsetzung der genannten wichtigen Verbesserungen - bei entsprechender politischer Unterstützung - nichts mehr im Wege stehen", heißt es in dem offenen Brief.


Sofortmaßnahmen ergreifen

Bis zur Realisierung einer möglichen Ortsumgehung müssten jedoch Sofortmaßnahmen ergriffen werden, die die problematische und die Sicherheit der Bürger erheblich einschränkende Verkehrssituation, die hauptsächlich dem Schwerlastverkehr geschuldet sei, schnellstmöglich behebt.
Laut Bundesverkehrsministerium könnten die Straßenverkehrsbehörden der Länder grundsätzlich für gewisse Verkehrsteilnehmer die Benutzung der Straße einschränken oder verbieten. Solche Einschränkungen dürften nur dort veranlasst werden, wo aufgrund der örtlichen Verhältnisse eine besondere Gefahrenlage besteht. "Dass entlang der bestehenden Ortsdurchfahrt von Stadtsteinach eine solche Gefahrenlage vorliegt, ist ja wohl unbestritten, wurde von Ihnen ja auch so erkannt und nach außen deutlich vertreten und war ja auch Grundlage der Einstufung der Ortsumgehung Stadtsteinach als Baumaßnahme des vordringlichen Bedarfs", schreiben Machulla, Geyer und Espig.
Sie bitten Zeulner, ihre ganze politische Kraft einzusetzen, um die Sperrung für den Lkw-Transitverkehr sowie die Einrichtung von Fußgängerübergängen und Tempobeschränkungen zu erreichen. Zudem sollten die genannten Verbesserungen an der Planung der Ortsumfahrung Stadtsteinach herbeigeführt werden.
"Wir vertrauen auf Ihren Einsatz zur schnellstmöglichen Verbesserung der Situation für unsere Bürgerinnen und Bürger, vor allem aber für unsere Kinder und älteren Mitbürger. Ein Primat des Kraftverkehrs ist nicht hinnehmbar", heißt es abschließend. red