Der Kissinger Stadtrat denkt über Möglichkeiten nach, Lkw-Verkehr, der nichts mit der Stadt zu tun hat, sondern ihre Straßen nur nutzt, um von der A 71 zur A 7 zu kommen, künftig von der Stadt fernzuhalten.
Anlass ist eine Anfrage der SPD-Fraktion, die anregt, die Beschilderung an der Pyramide so zu ändern, dass Fernverkehr zur A 7 "nicht durch Nüdlingen und Bad Kissingen, sondern über das Autobahndreieck Werneck geleitet wird". Wissen wollte die SPD zudem, ob es möglich ist, die Durchfahrt der Stadt für Schwerlastverkehr wie in Würzburg zu sperren. Auch die Frage, ob man betroffene Straßen mautpflichtig machen und damit Lkw-Verkehr abschrecken könne, hält SPD-Fraktionssprecher Bernd Czelustek für prüfenswert.
Nach Angaben des Ordnungsamts kann die Stadt den Hinweis auf die A 7 von der Beschilderung an der Pyramide nicht entfernen lassen. Es sei höchstens möglich, Richtung Kissingen den Zusatz "Kassel" anzubringen und in Richtung Süden den Zusatz "Würzburg". Die Durchfahrt zu sperren sei nur zulässig, wenn ein Gutachten zu hohe Lärmbelastung nachweise. Was OB Blankenburg und etliche Stadträte als Kernproblem ansehen, die Steuerung des Verkehrs durch die hohe Verbreitung von Navigationsgeräten, wäre durch solche Maßnahmen ohnehin nicht zu lösen.
Ob eine Chance besteht, die betroffene Strecke mautpflichtig zu machen, muss die Verwaltung noch prüfen. far