Jefferson hat zusammen mit zehn Kumpels in Müll und Dreck gelebt. Gott sei Dank konnten alle mit Fallen eingefangen und ins Tierheim gebracht werden. Inzwischen hat ein Großteil der Katzengruppe bereits liebevolle neue Familien gefunden. Nur Jefferson und drei seiner Freundinnen sind noch auf der Suche. Jefferson ist - wie seine Kameraden - vermutlich ein British-Shorthair-Mischling und hat rabenschwarzes Fell.

Alle Katzen waren bei Ankunft im Tierheim klapperdürr, sehr ungepflegt und teilweise auch verfilzt. Natürlich war keines der Tiere kastriert, von Entwurmung und Impfung ganz zu schweigen. Dies wurde inzwischen nachgeholt.

Im Tierheim nimmt man an, dass die bedauernswerten Samtpfoten bisher keinen innigen Kontakt mit Menschen hatten. Sie haben noch nie ein richtiges Zuhause kennengelernt und sollen nun endlich erfahren, wie schön es ist, gut versorgt, geliebt und gestreichelt zu werden.

Anfangs war Jefferson daher sehr zurückhaltend und schüchtern. Ganz offensichtlich war er es nicht gewöhnt, Menschen um sich zu haben, die sich liebevoll um ihn kümmern. Allerdings hat er sehr schnell begriffen, dass Streicheleinheiten etwas Schönes sind und so hat er sein Schneckenhaus doch recht schnell verlassen, um neugierig in die Welt hinauszublicken und seinen engen Horizont etwas zu erweitern.

Inzwischen begrüßt er Besucher im Katzenzimmer in der Regel aufgeschlossen und fröhlich. Neugierig geht er auf sie zu, schmeichelt ihnen um die Beine und bietet sich gern zum Schmusen an. Er sucht den Kontakt und findet es toll, wenn man mit ihm spricht, wenn es etwas zu sehen gibt und er einfach dabei sein kann. Sein früheres Leben ohne Umgang mit uns Zweibeinern wünscht er sich ganz sicher nicht zurück. Im Gegenteil! Er ist immer noch dabei, dazuzulernen und interessiert sich für alles. Auch das Spielen mit Katzenangeln oder Fellmäuschen hat er inzwischen für sich entdeckt und findet es aufregend, immer neue Erfahrungen zu machen.

Jefferson ist zu allen Menschen freundlich und gutmütig und könnte vermutlich auch in eine Familie mit netten und vernünftigen Kindern vermittelt werden. Natürlich kann er ganz nach Katzenart auch mal zeigen, wenn er gerade keine Lust zum Schmusen hat und lieber seine Ruhe haben will, aber auch das zeigt nur, dass er eben ein lebendes Wesen und kein Stofftier ist. In der Regel ist er aber ein sehr umgänglicher, liebenswerter und angenehmer Hausgenosse.

Jefferson hat bis jetzt ausschließlich in Wohnungshaltung gelebt. Da er sich im Tierheim aber gerne im Außengehege aufhält, auf den dortigen Laufbrettchen herumtigert und sehnsüchtig nach draußen ins Grüne schaut, könnten wir uns gut vorstellen, dass er sich über Freigang doch sehr freuen würde. Natürlich ist das aber nur in verkehrsberuhigter Lage und nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit möglich.

Mit seinen Katzenkollegen versteht sich Jefferson zwar ganz gut und ist mit diesen ja auch aufgewachsen. Trotzdem lässt er zwischendurch auch ganz gerne den kleinen Rambo heraushängen und verweist die anderen auf ihren Platz. "Wir denken daher, dass er als Einzelprinz vermutlich am besten aufgehoben wäre", so Tierheimchefin Katrin Meserth.

Wer Interesse an Jefferson hat, meldet sich beim Tierheim Kronach, Tel. 09261/20111. red