Eigentlich sollte der Deutsche Bauerntag in diesem Jahr in Lübeck stattfinden, doch wegen Corona musste das Treffen der Delegierten aus ganz Deutschland zunächst verschoben werden. Um turnusgemäß Präsident und Vorstand zu wählen, trifft sich eine aufs Notwendige reduzierte Zahl von Delegierten nun am morgigen Freitag, 16. Oktober, in Erfurt. Mit dabei ist auch Erwin Schwarz, der Kronacher BBV-Kreisobmann und stellvertretende Bezirkspräsident in Oberfranken.

Enorme Herausforderungen

Zusammen mit 46 weiteren Delegierten aus der bayerischen Land- und Forstwirtschaft wird er die bayerischen Bauern bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Bauernverbandes vertreten und sich dort mit den enormen Herausforderungen befassen, vor denen alle landwirtschaftlichen Betriebe stehen. "Bayerns Bauernfamilien nehmen ihre Verantwortung ernst. Überzogene Auflagen ziehen aber immer mehr den bäuerlichen Betrieben den Boden unter den Füßen weg. Es braucht dringend einen Bewusstseinswandel in der Regierungspolitik auf nationaler und europäischer Ebene, um dem Wegbrechen von kleinen und mittleren Bauernhöfen zu begegnen", sagt Schwarz.

Bedeutende Themen in der EU-Politik der Periode 2021 bis 2027 wie die EU-Agrarpolitik (GAP), der europäische Finanzrahmen und Handelsabkommen befinden sich in der Entscheidungsphase. "Hier in Erfurt wollen wir deutlich machen, dass Landwirtschaft, Bauernfamilien und der ländliche Raum weiter breite Geltung und Berücksichtigung erfahren."

Im Rahmen des Bauerntages in Erfurt soll der Vorstand des Deutschen Bauernverbandes neu gewählt werden. Als Vizepräsident vorgeschlagen wurde auch der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl. Der 60-jährige Landwirt ist seit Mai 2012 Präsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), seit 2015 ist er zudem als DBV-Vizepräsident tätig. Der Niederbayer betreibt gemeinsam mit seiner Familie einen 40-Hektar-Betrieb mit Schweinehaltung im Kreis Dingolfing-Landau. red