Eine besorgte Anwohnerin aus dem Seeside-Gebiet in Adelsdorf informierte Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) am Dienstagnachmittag über seltene Gäste im Baugebiet Reuthseein der Straße "Am Forellenring".

In einem großen aufgeworfenen Erdhügel, der im Moment von Bauarbeitern abgetragen wird, hatte die Anruferin viele Löcher und ein reges Treiben von Vögeln entdeckt. Bei näherem Beobachten stellte sich heraus, dass ungefähr 14 Uferschwalbenpaare in den bis zu 70 Zentimeter tiefen Röhren ihre Nester, die sie mit Gräsern ausgepolstert haben, gebaut haben und dort brüten.

Im Moment herrscht dort ein reger Flugverkehr. Ende April bis Ende Juni legt das Uferschwalben-Weibchen vier bis sieben Eier in das vorbereitete Nest. Diese Eier müssen dann 14 bis 17 Tage bebrütet werden und nach 20 bis 24 weiteren Tagen fliegen die Jungvögel aus.

Bürgermeister Karsten Fischkal informierte sowohl die Naturschutzbehörde als auch die Bauarbeiter und bat sie um Rücksichtnahme. Diese zeigten großes Verständnis und haben nun die Bauarbeiten in diesem Bereich eingestellt, bis die Jungvögel flügge sind und ihre Wohnungen verlassen.