Schutzmasken sind in Zeiten von Corona überall Mangelware, so auch in Bamberg. Um einen Beitrag zur Sicherstellung des Bedarfs leisten zu können, näht jetzt sogar die Kostümschneiderei des E.T.A.-Hoffmann-Theaters - die Saison wurde bekanntlich vorzeitig beendet - für den Katastrophenschutz Mund- und Nasenmasken. Diese bestehen aus einem Vliesstoff und sind mit handelsüblichen Einweg-Masken vergleichbar, teilt das Theater mit. Sie sollen vor allem dem Schutz anderer Menschen dienen. Das Theater produziert circa 160 Masken am Tag. Die ersten Exemplare konnten die Verantwortlichen bereits an den Katastrophenschutz zur Verteilung übergeben.

Um einen Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus zu leisten, stellt auch Ofa Bamberg, einer der führenden Hersteller von Kompressionsstrümpfen, Bandagen und Orthesen, einen Teil seiner Produktion auf textile Gesichtsmasken um. "Die aktuelle Krise fordert nicht nur ungewöhnliche Maßnahmen, sondern auch an vielen Stellen schnelles Handeln, Innovation und Veränderungsbereitschaft", heißt es in der Unternehmensmitteilung. Ofa Bamberg habe postwendend reagiert und stellt ab sofort Masken für den privaten Gebrauch her.

Dazu wird ein Teil der Produktion am Standort Bamberg zweckentfremdet: Neben medizinischen Kompressionsstrümpfen fertigen die Beschäftigten nun Gesichtsmasken für Mund und Nase. Diese sind bei bis zu 95 Grad waschbar und lassen sich somit wiederverwenden. Zwar handele es sich bei den Masken weder um ein Medizinprodukt noch um eine persönliche Schutzausrüstung - für den privaten Gebrauch jedoch eignet sich die Stoffmasken bestens. Die textilen Gesichtsmasken werden über den Sanitätsfachhandel und Apotheken vertrieben. red