So groß die Erleichterung über den wichtigen 28:26-Auswärtssieg in Bietigheim auch war, ein Wermutstropfen fiel dennoch in den Freudenbecher des HSC Coburg. Das Team von Trainer Jan Gorr muss nach Lage der Dinge für den Rest der Zweitliga-Saison auf Girts Linienfelds verzichten. Der Rückraumspieler wurde erneut an seiner lädierten Schulter operiert und liegt vorerst "auf Eis".
Der 35-jährige Lette laboriert schon seit mehreren Monaten an einer Verletzung der Wurfschulter und konnte schon lange nicht mehr eingesetzt werden. Lilienfelds wurde bereits Ende Mai letzten Jahres von einem Schulter-Spezialisten in Bremen operiert. Den Eingriff hatte er so weit gut überstanden. Mit einem ausführlichen Reha-Programm sollte seine Verletzung, die er sich bereits während eines Spiels in der Saison 2016/2017 zugezogen hatte, auskuriert werden. Anschließend war beabsichtigt, den Spieler wieder behutsam ans Team heranzuführen. Doch daraus wird erst einmal nichts.
Die Hoffnung, dass er wieder vollständig gesund wird, war durchaus berechtigt, doch es kam immer wieder zu Rückschlägen, die eine weitere Operation unumgänglich machten.
Auch der für Linienfelds Mitte 2017 nachverpflichtete Petr Linhart kann auf der Position im rechten Rückraum in dieser Saison nicht mehr eingreifen. Er zog sich im Testspiel in Aue einen Kreuzbandriss zu, so dass die Verantwortung in erster Linie auf Stefan Lex lastet. Doch der macht seine Sache derzeit ausgezeichnet, erzielte am Freitagabend vier sehenswerte Feldtore und hatte damit maßgeblichen Anteil am wichtigen Sieg der "Gelb-Schwarzen".
Der Triumph wurde im Bus auf der Heimfahrt natürlich gebührend gefeiert und alle HSC-Spieler waren sich einig, dass am Samstag um 19.30 Uhr zu Hause unbedingt nachgelegt werden soll. Dann empfängt der HSC in der HUK-Arena den Wilhelmshavener HV und kann seine geplante Aufholjagd Richtung 2. Tabellenplatz fortsetzen. ct