"Es ist erfreulich, dass nur drei Textzeilen bemängelt wurden", meinte Verbandsvorsitzender Reinhold Stahl in der Ausschusssitzung des Abwasserzweckverbands (AZV) Obere Werntalgemeinden zur Kommunalen Rechnungsprüfung der Jahre 2011 bis 2014. Der Fremdwasseranteil im Netz sei mit über 50 Prozent zu hoch, sagte Geschäftsleiter Walter Weinig. Hier wurde dem Verband ein Sanierungskonzept empfohlen.
Um Gebührenschwankungen innerhalb des mehrjährigen Kalkulationszeitraums auszugleichen, sollen Sonderrücklagen gebildet werden. Mittlerweile wurden 1,5 Millionen Euro zurückgestellt.
Daniela Sell stellte als Verwaltungsleiterin das vorläufige Ergebnis der Jahresrechnung 2015 vor. Hier macht sich der Abzug der US-Amerikaner bei der Schmutzwassergebühr bemerkbar: mit 240 000 Euro weniger Einnahmen. Neben dem Leerstand von Gebäuden wird zudem verändertes Verbrauchsverhalten als Grund vermutet. Knapp 6,5 Millionen Euro liegen im vorjährigen Verwaltungshaushalt, 4,87 Millionen Euro im Vermögenshaushalt.


Haushaltssatzung vorberaten

Vorberaten wurde die Haushaltssatzung für 2016 mit rund 6,82 Millionen Euro im Verwaltungs- und 4,97 Millionen Euro im Vermögenshaushalt, dem 1,3 Millionen Euro zugeführt werden. Nachdem in diesem Jahr ein Kredit von drei Millionen Euro aufgenommen wird, könnte der Schuldenstand zum Jahresende bei über 27 Millionen Euro liegen. Trotz mehr als zehn Millionen Euro Investitionen ab 2009 habe man Schulden abgebaut. Vor der Übernahme waren es fünf Millionen Euro Schulden gewesen.
Einen Rüffel gab es für etliche Mitgliedsgemeinden: Alle zehn Jahre müssten die Straßenentwässerungsleitungen überprüft werden. Hier hätte sich nur Niederwerrn beteiligt. ue