von unserem Mitarbeiter Heinz voll

Ebensfeld — Seit einigen Jahren bietet die Marktgemeinde in den Sommerferien ein vielfältiges Ferienprogramm an. Weil dieses Programm viel Zuspruch bei den Kindern findet, wurde auch heuer wieder ein Sommerferienprogramm ausgearbeitet.
"Langeweile in den Sommerferien? Nicht bei uns in der Marktgemeinde Ebensfeld!", sagt Mirjam Fuchs, die Jugendbeauftragte der Kommune. Sie weist darauf hin, dass das Sommerferienprogramm mittlerweile auf 27 Veranstaltungen ausgeweitet wurde. Zeltlager in Birkach, Spielmobil in Kleukheim, Experimente mit Farben, Pizzabacken, Theaternachmittag, die Besichtigungen von Kläranlage, Feuerwehr und der Wasserversorgung sowie der Nachmittag bei der Scharfschützengesellschaft am Wolfsanger - um nur einige zu nennen.
Von rund zehn Sportvereinen in und um Ebensfeld beteiligte sich nur die Scharfschützen-Gesellschaft an diesem Ferienprogramm. Am Samstagnachmittag nahmen zwölf Jungen und Mädchen die Gelegenheit wahr und besuchten am Wolfsanger das Waldschießhaus. Nach einer kurzen Begrüßung wurden den Jungen und Mädchen von den Jugendleitern Daniel Spaderna und Horst Hemmerlein die verschiedenen Disziplinen im Schießsport und die jeweils dazu gehörigen Ausrüstungen und die Sportkleidung vorgestellt.
Die Schützen hatten auch einige Waffen, die im Waldschießhaus am Wolfsanger benutzt werden, sowie die dazu gehörige Munition, ausgestellt. Das Anschauungsmaterial bestand aus Luftpistolen, Luftgewehren, Sportpistolen Großkaliberpis tolen sowie Karabiner bis hin zum Colt. Selbstverständlich war die ausgestellte Munition mittels Durchbohren unbrauchbar gemacht worden.
Nach der kurzen Einführung wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe ging zum Bogenschießen, während die zweite Gruppe im Luftgewehrstand eine Einweisung erhielt. Bogenschießen und Luftgewehrschießen sind olympische Schießsportarten. Die Jugendlichen merkten schnell, dass man mit den Waffen nicht herumfuchteln darf, denn beim Umgang mit der Waffe sind Konzentration, Verantwortungsbewusstsein und viel Disziplin gefordert.
Beim Bogenschießen wurde auf Scheiben geschossen, wobei die Kinder lernten, dass das Bogenschießen eine der ältesten Jagdformen der Menschheit ist. Heute ist das Schießen auf standardisierte Zielscheiben mit Recurvebögen, an denen Zielvorrichtungen und Stabilisatoren angebaut sind, die am weitesten verbreitete Bogensportart.
Während das Bogenschießen im Freien stattfand, wurde mit dem Luftgewehr im Luftgewehrstand auf die zehn Meter entfernten Scheiben geschossen. Hier ist der Schütze bestrebt, eine "Zehn", die Mitte einer Schießscheibe, zu treffen. Die Jugendlichen durften aufgelegt schießen, und auch hier mussten sie feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, die "Zehn" zu treffen. Nach einiger Zeit wurden die Gruppen gewechselt.