Klemens Albert Mit Fragen förmlich überschüttet wurde Bürgermeister Hermann Niediek (CSU) von den 24 Kindern der dritten und vierten Jahrgangsstufe aus der Grundschule Burgpreppach. Zusammen mit ihrem Klassenlehrer Alois Brandl waren sie zu einer "Gemeinderatssitzung" in den Sitzungssaal des Rathauses gekommen. Der Bürgermeister beantwortete die Fragen bereitwillig, gelegentlich auch mit einem Schuss Humor.

Zunächst erläuterte er den Ablauf einer Gemeinderatssitzung. Da keine offizielle Tagesordnung vorlag, durften die Kinder ihre Fragen stellen, von denen sich ein Großteil auf die Person und das Amt des Bürgermeisters bezog. Sie erfuhren, wie viel er ungefähr für seine ehrenamtliche Tätigkeit verdient, dass er seit fünf Jahren Bürgermeister ist und sich gerne 2020 zur Wiederwahl stellen will. Neben der Bürgermeistertätigkeit, dem Führen seines Betriebes und der Zeit, die er für seine Familie aufbringt, bleibe ihm keine nennenswerte Zeit mehr für ein Hobby, sagte er.

Das Amt bereitet Freude

Auf Nachfragen der Kinder bestätigte Hermann Niediek, dass ihm das Amt des Bürgermeisters sehr viel Spaß mache, besonders dann, wenn neue Projekte umgesetzt würden. Unangenehm für ihn sei allerdings, wenn er von Bürgern für etwas geschimpft werde, was er richtig gemacht zu haben glaubt.

Für 2019/20 stehen als wichtigste Projekte an: der Ausbau der Ortsdurchfahrt und Maßnahmen zur Dorferneuerung in Hohnhausen, der Umbau des Rathauses zum Bürgerhaus und die Gestaltung des Platzes davor; außerdem der Bau eines Radweges in Richtung Hofheim und der Straße zwischen Tankstelle und Fitzendorf.

Die Raser fallen auf

Angemahnt wurde von den Kindern, dass in der Gemeinde immer wieder Autofahrer als Raser auffallen, und welche Maßnahmen der Bürgermeister dagegen ergreifen könne. Dieser verwies auf die Polizei, der er gelegentlich Meldung mache. Ein Schüler wollte genau wissen, wann das Gasthaus neben dem "Lädla" eröffnet werde und was dann auf der Speisekarte zu finden sein werde. Bestimmt auch Braten, Schnitzel und Pizza orakelte das Gemeindeoberhaupt.

Einen besonderen, wahrscheinlich nicht zu ernst gemeinten Wunsch äußerten die Schulkinder, nämlich den Bau einer Rolltreppe von der Fitzendorfer Straße zum Schulgebäude hinauf. Der Bürgermeister wollte eine solche Anlage nicht versprechen, denn "ihr müsst ja in Bewegung bleiben!"

Er äußerte seinerseits den Wunsch für die Gemeinde, dass die Menschen mehr positiv denken und freundlich miteinander umgehen sollten.