Die evangelischen Kirchengemeinden Christuskirche und St. Johannis Forchheim haben die Aktion "1000 Lichtblicke für Senioren" gestartet.

Hintergrund: Im Normalfall findet mindestens ein evangelischer Gottesdienst pro Monat in allen Forchheimer Senioreneinrichtungen statt. Dies ist derzeit nur sehr eingeschränkt möglich. Auch Geburtstags- und Seelsorgebesuche sind eingeschränkt. Es wurden Andachten per Brief geschickt und Telefonate geführt. Gleichzeitig befinden sich Bewohner und Betreuungskräfte in einer sehr belastenden Situation.

Diakonin Beate Wagner, die die Aktion initiiert, erklärt: "Gerade auch viele junge Menschen in unseren Gemeinden stellen sich die Frage, wie man hier helfen könnte. Als Diakonin ist es mir wichtig, gerade auch Konfirmandinnen für die Nöte anderer Menschen zu sensibilisieren." Ziel der Aktion ist: Jeder Mensch in einer Forchheimer Senioreneinrichtung soll einen selbst gebastelten Stern als Zeichen der Hoffnung im Advent bekommen.

Die ursprüngliche Zielgruppe fürs Basteln waren Konfirmanden aus beiden evangelischen Gemeinden. Die Idee hat sich aber herum gesprochen, so dass am Ende neben den Konfirmanden mehrere Kindergruppen, Kindertagesstätten, Schulen und die russlanddeutsche Landsmannschaft mitgebastelt haben. Diakonin Beate Wagner ist überwältigt von der Resonanz. Insgesamt wurden bisher über 1600 mit viel Liebe selbstgebastelte Sterne abgegeben, viele auch in den Sammelboxen in den beiden Kirchen.

Es kommen aber täglich noch weitere hinzu. Wagner sagt: "Auch wenn wir es gerade nur sehr schwer persönlich sagen können, sollen die Menschen in den Seniorenheimen doch wissen, dass wir an sie denken und im Gebet bei ihnen sind." Sie überreichte die Sterne an die Mitarbeiter zur Weiterleitung. Dank der großen Bastelbereitschaft können auch Sterne über die Nachbarschaftshilfe an ältere Menschen verteilt werden, die zu Hause alleine Weihnachten feiern. Auch beim Gottesdienst in leichter Sprache am Sonntag, 27. Dezember, um 9.15 Uhr in der Christuskirche, der sich besonders an Menschen mit Demenzerkrankung oder mit einer geistigen Behinderung richtet, werden die "Lichtblicke" weitergegeben. red