Dass das Thema Radverkehr zunehmend Bedeutung gewinnt, zeigte die Teilnahme der Beteiligten an der Auftaktsitzung des Arbeitskreises "Schnelle Radverbindung Bamberg-Forchheim-Erlangen", zu der der Bamberger Landrat Johann Kalb (CSU) in den großen Sitzungssaal des Landratsamts Bamberg eingeladen hatte.

Neben dem Mitinitiator des Projekts, Landrat Hermann Ulm (CSU) aus Forchheim, sowie allen Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden waren Vertreter der Regierung von Oberfranken, Bauämter, Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, Verbänden und weitere Beteiligte anwesend.

Anbindung an andere Wege

In Fortsetzung der grundsätzlichen Vereinbarung zum Projekt im September 2019 sollte in der Auftaktsitzung des Arbeitskreises mit der Verständigung über die Grundlagen, Routenführung, Qualitätsstandards und das weitere Vorgehen für eine der wichtigsten Fahrradverbindungen in den Landkreisen Bamberg und Forchheim begonnen werden.

Das neue Angebot soll das alltägliche Radfahren auf der einwohner- und pendlerstarken Achse zwischen den starken Wirtschaftsstandorten im Regnitztal fördern. Mit einer direkt, zügig, sicher und komfortabel befahrbaren Infrastruktur soll eine attraktive Alternative zum motorisierten Individualverkehr angeboten werden und damit ein wichtiger Beitrag zum "Radverkehrsprogramm Bayern 2025" geleistet werden, welches eine Steigerung des Radverkehrsanteils auf 20 Prozent ab 2025 in Bayern anstrebt.

Zudem soll laut Pressemitteilung mit einer attraktiven Radverkehrsinfrastruktur auch eine ausstrahlende positive Wirkung verbunden sein. Bei dem Projekt soll deshalb auch die optimale Anbindung der umgebenden Bereiche an die schnelle Nord-Süd-Verbindung mitgedacht werden, wie Markus Hammrich berichtet, der den Arbeitskreis für den Landkreis Bamberg betreut. Gute Nachrichten für das Projekt brachten auch die Vertreter der Bezirksregierung von Oberfranken und der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung mit. Diese stellten für deren Zuständigkeitsbereich jeweils Fördermittel und die Mitwirkung im Arbeitskreis in Aussicht. Von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung wurde die Förderquote für die Ertüchtigung von Betriebswegen in deren Eigentum unlängst von 50 auf 90 Prozent erhöht.

Die Routen

Ganz grundsätzlich bestand im ersten Arbeitskreis Einvernehmen darüber, dass die Route möglichst unter Ertüchtigung des Bestandes auf der RegnitzRadweg-Kanalroute geführt werden soll. Wo es die Projektziele und Qualitätsanforderungen erforderlich machen, sollen aber auch davon abweichende Routen geprüft werden.

Hinsichtlich der Qualitätsstandards soll eine sogenannte "Radhauptverbindung" angestrebt werden. Diese Standards wurden im Rahmen der Machbarkeitsstudie zu den Radschnellverbindungen im Raum Nürnberg im sogenannten "Bayerischen Weg" definiert. Auf der ganzen Route sollen diese Anforderungen an Wegbreite, sichere Führung, Oberfläche, Markierungen, Wegweiser, Unterhaltung und Betrieb angestrebt und soweit möglich Schritt für Schritt umgesetzt werden.

Einige größere Herausforderungen wie die Entwicklung von Lösungen an den komplexen Stellen Schleuse Strullendorf, Brücke Neuses und Yachthafen Forchheim wird der Arbeitskreis schon zeitnah angehen.

Im Herbst will sich der Arbeitskreis dann so weit verständigt haben, dass mit Detailplanungen und dann den ersten Umsetzungen begonnen werden kann. red