Pommersfelden — In den letzten beiden Jahren wurde konsolidiert, stabilisiert, instand gesetzt, repariert und gereinigt - nun sind die aufwändigen Restaurierungsarbeiten am Mittelbau von Schloss Weissenstein bald abgeschlossen.
Statische Schwachstellen im Dachgebälk des Mittelbaues waren Auslöser für die Restaurierungsarbeiten, die von Annette Faber vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege beratend begleitet wurden. Unterstützt und gefördert wurden die Arbeiten von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Oberfrankenstiftung, der Bayerischen Landesstiftung, dem Landratsamt Bamberg, der Oetkerstiftung und dem Bundesverwaltungsamt.
Bereits in den 1970er-Jahren fanden aufwändige Restaurierungsarbeiten insbesondere im Treppenhaus statt. Damals wurde auch die Farbgestaltung im Detail mit dem Denkmalamt diskutiert und entsprechend ausgeführt. Heute - 40 Jahre später - war durch Eintreten von statischen Schäden im Dachbereich eine Instandsetzung der Dachtragwerke notwendig geworden. Die Absicherung der Baustelle machte innen sowie außen den Aufbau eines Gerüstes notwendig, und so konnte auch das Deckenfresko erneut gereinigt und konsolidiert werden, teilt die Schlossverwaltung mit. Weiter wurde die Phase genutzt, um die Elektroinstallationen und die Brandmeldeanlage auf den neuesten Stand zu bringen und um Verbesserungen des Lüftungssystems zur Vorbeugung von Kondensfeuchteschäden vornehmen zu können.
Am heutigen Mittwoch werden die fertiggestellten Restaurierungsarbeiten am Deckenfresko im Treppenhaus von den Behörden abgenommen und der Gerüstabbau kann beginnen. Mit größter Vorsicht müssen die schweren Teile im frisch restaurierten Treppenhaus abgebaut werden, um nicht gleich neue Schäden entstehen zu lassen. Das Plateau unter dem Deckenfresko wird zuerst entfernt, und so kann das Gemeinschaftswerk von Rudolf Byss und Giovanni Francesco Marchini voraussichtlich noch in der diesjährigen Führungssaison wieder besichtigt werden. Ganz gerüstfrei und ohne Beeinträchtigung wird das Treppenhaus ab November zum Beispiel für Veranstaltungen begehbar sein.
Das Außengerüst am Mittelbau wird etwas später abgebaut. Hier sind an der Fassade noch Feinarbeiten zu erledigen, wie Natursteinauswechslung, Vierungen und Verfugungsarbeiten. Außerdem müssen die alten rissigen Bleibleche unterhalb des Tympanons ausgetauscht und erneuert werden.
Die neue Führungssaison auf Schloss Weissenstein beginnt dann ab dem 25. März 2016 mit einem ungehinderten Blick auf den - wieder strahlenden - Mittelbau innen sowie außen. Ab der kommenden Saison werden auch die Öffnungszeiten des Schlosses bis 18 Uhr verlängert, sodass die letzte Führung um 17 Uhr besucht werden kann. red