Noch wenige Minuten vor dem Abpfiff drohte dem Meister der Bezirksoberliga der erste Punktverlust in der Saison. Dass die SG Rödental am Ende aber doch ihre "weiße Weste" behielt, hatte sie in erster Linie der Cleverness von "Schlitzohr" Stefan Fladt und den individuellen Stärken von Sergy Trotsenko zu verdanken.
Er machte seiner Rückennummer 11 alle Ehre und war nicht nur aufgrund seiner elf Treffer der herausragende Akteur seines Teams.


HG Hut/Ahorn gegen
SG Rödental 27:32 (15:12)

Bis der Erfolg der Rödentaler endgültig feststand, hatten sie allerdings erheblichen Widerstand zu überwinden. Ihre anfänglich recht nachlässige Spielweise wurde nämlich von einer bestens eingestellten Heimmannschaft eindrucksvoll bestraft. So sah sich SG-Coach Andre Stegner schon in der 10. Minute veranlasst, beim Stand von 2:7 die erste Auszeit zu nehmen. Diese Maßnahme zeigte auch Wirkung. Über 4:8 wurde der Rückstand auf 7:9 und 8:10 verkürzt.
Doch ließ sich Hut/Ahorn dadurch nicht von der eingeschlagenen Marschroute abbringen. Bei sehr niedriger Fehlerquote schlossen die Gastgeber ihre einfallsreichen Kombinationen weiterhin meist sicher ab, wobei sich Stefan Döbereiner besonders auszeichnete. Darüber hinaus machten die flexible Abwehrarbeit und Torhüter Jan Claas de Rooij dem gegnerischen Angriff erheblich zu schaffen.
Die Roß-Truppe setzte sich wieder ab (13:9, 15:10) und lag bei der Pause noch mit drei Toren vorne (15:12). Diese Drei-Tore-Führung hielten die Hausherren bis zur 40. Minute (20:17).
Nach einigen vergebenen guten Tormöglichkeiten mussten sie dann bei 22:22 und 23:23 die Ausgleichstreffer jeweils durch Stefan Fladt hinnehmen. Und als dann Sergy Trotsenko die Treffer zum 23:24 und 24:25 markierte, konnte die Handballgemeinschaft trotz tapferer Gegenwehr die Niederlage nicht mehr verhindern.
HG Hut/Ahorn: Jan Claas de Rooij - Balkan (4), Jan Dirk de Rooij (1), Döbereiner (9), Friedrich, Gahn, Harbecke, Legat (6/2), Mundt (4), Schulze (3), Storl. / SG Rödental: Florian Cichon, Fleischmann - Fabian Cichon (2), Eberlein (2), Fladt (10/6), Göpfert (1), Greiner, Günther (2), Jäckel, Krauß, Metz (3), Schuhmann (1), Schultheiß, Trotsenko (11). / SR: Andreas Bayer / Dieter Schimik (TS Schwarzenbach). wau


TV Weidhausen gegen SG 12
Bamberg/Hallstadt 31:29 (12:12)

Die Pflicht war erfüllt - es folgte die Kür: Sowohl der TV Weidhausen, als auch die Zwölfer aus Bamberg/Hallstadt konnten in den letzten Wochen ihre Plätze auf den Nicht-Abstiegsrängen festigen und treffen damit auch in der Folgesaison wieder aufeinander. Dennoch entwickelte sich ein interessantes Spiel zwischen dem Sechsten und dem Siebten der Bezirksoberliga.
Der TVW startete konzentriert und dominierte besonders in der Defensive den Gegner in den Anfangsminuten. Auch nach vorne machten die Steinberger-Jungs eine gute Figur, so dass man schnell mit 4:0 in Führung ging. Die Bamberger ließen sich nicht beeindrucken und glichen bis zur Pause aus (12:12).
"Wie schon zuletzt in Marktleuthen, lassen wir einfach im Moment zu viele freie Würfe ungenutzt. Nach teilweise schön herausgespielten Kombinationen bringen wir uns damit immer wieder um den möglichen Erfolg", brachte es Coach Steinberger auf den Punkt. Zu der schlechten Chancenverwertung schlichen sich jetzt mehrere technische Fehler in das Spiel des TVW ein, die Bamberg eiskalt nutzte um fünf Minuten vor Spielende mit drei Toren von Dannen zu ziehen (26:29).
Mit einer offensiven Abwehr setzten die Grünen jetzt alles auf eine Karte und konnten tatsächlich - begünstigt durch zwei Zeitstrafen gegen Bamberg - kurz vor Schluss ausgleichen. Der inzwischen eingewechselte Tom Zapf zeigte sich nervenstark im Tor der Hausherren und entschärfte drei Bälle der Gäste. Im Gegenzug waren es Johannes Bauer und Sebastian Büttner, die die Heimfans mit ihren Toren zum 31:29 erlösten und dem TVW einen dreckigen, aber letztlich nicht ganz unverdienten Heimsieg bescherten.
TV Weidhausen: Schieber, Zapf - S. Büttner(10/6), Bauer(7), C. Büttner(5), Recknagel(4), Florian Büttner(2), Querfeld(1), Werner(1), Knauer(1), Pack, Pechauf, Müller, Staude. tip