Gerade im vergangenen Winter sind Eulen als Mäusejäger in Not geraten. Vor allem fehlen für sie geeignete Nistmöglichkeiten und offene Gebäude wie Scheunen, in denen sie auch bei Schneelage Beute machen können.
Nun können auch in der evangelischen Pfarrkirche, St. Salvator Schleiereulen brüten. Pfarrer Heinrich Arnold und Peter Schumann brachten die für diese Tiere vorgesehene Brutkiste über enge Treppen in den Turm.
Der Nistkasten wurde von der Jugendgruppe Untersiemau im Bund Naturschutz in einer Bastelaktion hergestellt. Die Schleiereulen leben in Baumhöhlen, auf Dachböden oder in Türmen mit offenen Fenstern.
Das Weibchen brütet alleine und wird während dieser Zeit vom Männchen versorgt. Hauptnahrungsquelle sind Feldmäuse. Der Bruterfolg hängt daher von der Mäusedichte im Wohngebiet ab.
Die Schleiereulen sind Standvögel und leiden im Winter unter Nahrungsmangel. Gefährdet sind die Eulen aber vor allem durch die Intensivierung der Landwirtschaft, so der Bund Naturschutz. Arnold und Schumann hoffen nun auf baldigen Nachwuchs. hst