Zum FT-Bericht über Kutzenberg "Zukunft der Kliniken ungewiss" vom 3. März ging uns folgende Lesermeinung zu:

Der Verwaltungsrat der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken tagte am vorletzten Donnerstag. Behandelt wurde ein Strukturgutachten zur Zukunft des Bezirksklinikums. Beschlossen wurde, den Inhalt am 13. März noch einmal zu diskutieren, das Vorgehen zu entscheiden und die Mitarbeiter dann am folgenden Montag über das Ergebnis zu informieren. Nachdem so ein Vorgang nie ganz geheim vonstatten geht, entstand Unruhe unter den Mitarbeitern und 130 Mitarbeiter demonstrierten darum mit Plakaten. Anschließend besuchten einige von ihnen den politischen Aschermittwoch der CSU und sammelten dort Unterschriften gegen das noch nicht bekannte Gesamtkonzept. Diese übergaben sie Landrat Meißner, der bekanntlich Mitglied im Verwaltungsrat ist. Es sollen 1500 Unterschriften gewesen sein.
Landrat Meißner sprach sich sofort gegen bekannte Teile des Konzepts aus und beteuerte, dagegen zu stimmen, so natürlich auch die Krankenschwester Zeulner. So etwas macht sich gut, bringt Wählerstimmen und Symphatie, auch wenn man von betriebswirtschaftlichen Gegebenheiten keine Ahnung hat.
Schlimmer noch empfinde ich das Verhalten von Meißner als Mitglied des Verwaltungsrates, über ein noch nicht beschlossenes Konzept Aussagen in der Öffentlichkeit zu treffen und bewusst damit Menschen weiter zu verunsichern, um politisches Kapital daraus zu schlagen. Das ist ausgesprochen schlechter politischer Stil.
Ich zitiere eine Aussage Meißners zur Umstrukturierung bei den Regiomed-Kliniken: "Diese Änderung ist ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung unseres Unternehmensverbundes, der ja kein geringeres Ziel hat, als die kommunale Gesundheitsversorgung unserer Region auf lange Sicht zu gewährleisten und die schon heute ausgeprägte Innovationskraft weiter auszubauen."
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Bezirkstagspräsident Günter Denzler und Vorstand Katja Bittner anderes im Schilde führen!

Christian von Block
Lichtenfels