Nichts geht mehr, heißt es in den kommenden Wochen für die Schifffahrt durch den Landkreis Bamberg. Denn sowohl auf dem Main als auch auf dem Main-Donaukanal werden wieder einmal die Schleusen instandgesetzt. Das teilten die beiden zuständigen Wasser- und Schifffahrtsämter (WSA) Schweinfurt und Nürnberg mit.
Die planmäßige Schleusensperre am Main-Donau-Kanal dauert von Mittwoch, 6. April bis Freitag, 29. April. Die Mainschleusen von Viereth bis Goßmannsdorf (bei Ochsenfurt) erfolgt zwei Tage später, am Freitag, 8. April, und dauert ebenfalls bis zum 29. April. Um ein umfangreiches, 1,6 Millionen Euro teures Bau- und Instandhaltungsprogramm an den 55 bis 90 Jahre alten Schleusen durchzuführen, werden die Schleusen Goßmannsdorf, Dettelbach, Wipfeld, Knetzgau und Viereth trockengelegt, heißt es vom WSA Schweinfurt. In Viereth werden demnach die Bauwerksdichtungen (Wendesäule/Drempel) am Unterhaupt erneuert, ebenso die Zylinderschütze am Oberhaupttor. Zudem findet eine Bauwerksinspektion und Vermessung statt.


500 Techniker und Facharbeiter

Im Bereich des WSA Nürnberg werden im genannten Zeitraum Inspektions-, Wartungs- und Unterhaltungsmaßnahmen an allen 16 Schleusen und zwei Kanalbrücken des 171 Kilometerlangen Main-Donau-Kanals von Bamberg bis Kelheim durchgeführt. Die ersten Schleusen werden an diesem Mittwoch trockengelegt, Bamberg und Strullendorf folgen am Donnerstag.
Die 6,6 Millionen Euro teuren Instandsetzungen umfassen dem WSA Nürnberg zufolge ein breites Spektrum an Gewerken und Arbeiten aus den Bereichen Stahl- und Stahlwasserbau, Beton- und Massivbau, Maschinenbau sowie Nachrichten- und Elektrotechnik. Darüber hinaus kommen weitere Spezialisten wie Taucher und Vermesser im Einsatz. Insgesamt würden die Arbeiten von 230 eigenen Ingenieuren, Technikern und Facharbeitern sowie rund 70 Firmen, welche nochmals fast 270 Mitarbeiter stellen, durchgeführt, teilt das WSA mit.
Unterstützt und zum Teil erst ermöglicht würden die Arbeiten an den Kanalschleusen durch den Einsatz einer Vielzahl an Autokränen und Spezialarbeitsschiffen von Wasser- und Schifffahrtsämtern aus dem gesamten Bundesgebiet.


Tore werden ausgetauscht

Zusätzlich zur Bauwerksinspektion und -vermessung sowie den umfangreichen Instandsetzungsarbeiten sollen an den Schleusen Bamberg, Strullendorf und Hausen die Obertore - mit einem Gewicht von jeweils 35 Tonnen - ausgetauscht werden. Ab dem 29. April soll es auf Main und Main-Donau-Kanal dann wieder "Freie Fahrt" heißen, wobei Teilstrecken des Kanals auch schon vorher frei gegeben werden können. Diese Arbeiten seien erforderlich, um die Schleusen und Kanalbrücken in einem betriebssicheren und leistungsfähigen Zustand zu erhalten. Alle Maßnahmen unterlägen einem strengen und ambitionierten Terminplan, um die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten.