Zur traditionellen Karfreitagssitzung der Fußball-Schiedsrichtergruppe Haßberge fanden sich wieder zahlreiche Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter ein. Ehrengast war der "oberste Schiedsrichter Bayerns", Verbandsschiedsrichter-Obmann Walter Moritz aus Haßfurt, der mit Stolz vom Gruppenschiedsrichterobmann Josef Raab angekündigt wurde, da er 1991 in der damaligen Grupe Haßfurt seine Karriere startete und als Schiedsrichter bis in die Bayernliga kam.
Danach widmete er sich der Lehrarbeit als Gruppenlehrwart in seiner Gruppe und stieg bis in höchste Verbandsämter auf.
Bevor Moritz referierte, informierte Raab über den vergangenen Neulingskurs. 16 Anwärter nahmen teil, von denen 14 die Abschlussprüfung sofort bestanden haben und zwei in die Nachprüfung müssen. Ein stolzes Ergebnis, wenn man sich die allgemein rückläufigen Zahlen ansieht. Es sei nun Aufgabe der Schiedsrichtergruppe, die Neulinge in den ersten Spielen intensiv zu betreuen und auch mit "Tandemschiedsrichtern" in der Praxis zu begleiten.
Raab appellierte an die Vereine, die neuen Unparteiischen mit Respekt und Wertschätzung aufzunehmen. Die Gruppe möchte weiter alle Spiele mit amtlichen Schiedsrichtern besetzen, im Herrenbereich bis zu den B-Klassen und im Jugendbereich bis zu den D-Jugendspielen. Jede Partie sei in seiner Wertigkeit von gleichhoher Bedeutung für die Schiedsrichtergruppe, sagte Raab.
Mit einer Videoszene über das Thema: "Aus einem Vorteil kann kein Nachteil werden", eröffnete Moritz sein Referat. Nach einer kurzen Vorstellung seiner Person für alle Neulinge zeigte er auch mehrere Präsentationen mit Schiedsrichtern von der Landesliga bis zur Bundesliga. Die Schulung der Schiedsrichter anhand von aktuellen Videoszenen, die auch vom Verband jedem Schiedsrichter zur Verfügung gestellt werden, nimmt einen immer größeren Anteil an der Basisschulung der Referees ein und sei sehr wichtig für die Lehrarbeit in den Gruppen.


Die Hemmschwelle sinkt

Auch zu den Gewalthandlungen auf den Plätzen nahm der Verbandsobmann Stellung. Die Hemmschwelle zur Gewalt sei sehr stark gesunken. Man müsse hier mehr Möglichkeiten, bereits ab den Verbandsklassen aufwärts, zur Vorbeugung erarbeiten. Der Respekt gegenüber Schiedsrichtern, Trainern und Spielern müsse wieder mehr in den Mittelpunkt rücken. Er wisse, wie schwierig es alle Schiedsrichter gerade an der Basis haben, sagte Moritz. Nur mit allen Beteiligten könne man aber das Problem angehen und wieder gegenseitigen Respekt erarbeiten.
Nach weiteren Bekanntmachungen stellte Raab noch kurz die neuen automatischen Kameras ab den Verbandsklassen aufwärts vor, durch die ab sofort die Spiele der Verbandsligen in einem Livestream über die BFV-App oder Internetseite angesehen werden können. Weiter erläuterte er noch kurz das neue E-Learning, das bereits in dem frisch abgeschlossenen Neulingslehrgang verwendet wurde und das es erlaubt, die Anwärter zu Hause zu schulen. red