Mit den "Schicksalsjahre im Nahen und Mittleren Osten 1919/1979/ 2019" befasst sich eine Tagung vom 1. bis 3. Februar in der Bildungs- und Begegnungsstätte "Heiligenhof" mit verschiedene Referenten.

Die Tagung beginnt am Freitagabend um 18 Uhr mit dem gemeinsamen Abendessen und ist am folgenden Sonntag nach dem Mittagessen zu Ende. Anfragen und Anmeldungen bis spätestens 20. Januar an "Der Heiligenhof", Alte Euerdorfer Straße 1, 976 88 Bad Kissingen, Fax: 0971/7147 47 oder per Mail an: hoertler@heiligenhof.de

Kaum eine Region der Welt steht so im Fokus von langandauernden Konflikten und Kriegen wie die Staatenwelt des Nahen und Mittleren Ostens. Durch den Zerfall des Osmanischen Reiches nach dem Ersten Weltkrieg wurden im Nahen Osten - vor allem durch Frankreich und Großbritannien aufgrund kolonialer Interessen durch willkürliche Grenzziehungen - neue ethnisch und religiös heterogene Staaten geschaffen. In Syrien und dem Irak etablierten sich ab den 1960er Jahren panarabisch und sozialistisch geprägte Parteien und Machthaber. 1979 wurde im Iran der westlich orientierte, aber despotisch herrschende Schah gestürzt und ein schiitisch-klerilales Regime übernahm die Macht und baute den Iran zu einem antiwestlichen "Gottestaat" um.

"Der Islam" geriet in den Fokus der Auseinandersetzungen zwischen dem "Westen" und den Staaten des Mittleren und Nahen Ostens. Ende 1979 kam die Sowjetunion einem "Hilferuf" einer prosozialistischen Regierung in Afgahnistan zu Hilfe und führte dort zehn Jahre einen erfolglosen und verlustreichen Krieg gegen - insbesondere von den USA - gestützte muslimische Gruppen. 1990 überfiel der Irak das Emirat Kuwait, was zum zweiten Golfkrieg einer US-geführten westlichen Allianz gegen den Irak führte.

Die Terroranschläge des 11. September 2001 mündeten in einen langjährigen und bis heute nicht beendeten Krieg einer westlichen Allianz gegen die Taliban in Afghanistan. 2003 begann der Krieg der USA gegen den Irak mit dem Ziel eines "Regimewechsels", der auch gelang, aber ein zerstörtes, geteiltes und kaum zu regierendes Land hinterließ.

In der gesamten arabischen Welt kam es 2011 zu Protesten gegen die herrschenden Klassen und zu Revolutionen bzw. Revolutionsversuchen. In Syrien begann ein bis heute anhaltender Bürgerkrieg. red