Der Rödentaler Stadtteil Mittelberg hat jetzt einen Ortssprecher. Mit 34 von 42 Stimmen wurde Andre Schad in das wichtige Amt gewählt. Er gewann gegen Jutta Schneider-Schiller. Nach seiner Wahl betonte Schad, dass er auch für Bürger aus Waltersdorf als Ansprechpartner zur Verfügung stehe. "Ihr wisst ja, wo mein Haus steht", sagte er und lud dazu ein, seine Dienste in Anspruch zu nehmen. In Mittelberg leben 198 Wahlberechtigte, 78 von ihnen brachten den Wunsch nach einem Ortssprecher zum Ausdruck.

Der Wahl des Ortssprechers folgte das jährliche Bürgergespräch, zu dem auch Bewohner aus Waltersdorf stießen. Den Rotstift musste die Stadt Rödental am Mittelberger Spielplatz ansetzen. Die im Haushalt veranschlagten 40 000 Euro wurden gestrichen. Ob das Projekt im nächsten Jahr umgesetzt wird, hängt nach Worten von Bürgermeister Marco Steiner davon ab, ob hierfür Gelder in den kommenden Haushalt eingestellt werden. "Die Streichung in diesem Jahr bedeutet nicht, dass der Spielplatz automatisch im kommenden Jahr erneuert wird", erklärte Steiner.

Auf eine Gefahr in der Schalkauer Straße durch parkende Autos wurde deutlich hingewiesen. Die Bürger fragten, warum hier kein Parkverbot erlassen werde. Marco Steiner informierte, dass der Bausenat sich bereits für eine solche Einschränkung ausgesprochen habe. Da es sich hier aber um eine Staatsstraße handele, falle eine solche Maßnahme in den Zuständigkeitsbereich des Landratsamtes. "Hier sieht man keinerlei Veranlassung, tätig zu werden", sagte Steiner.

Die Frage, ob in Rödental auch bei anhaltender Trockenheit die Trinkwasserversorgung sichergestellt sei, konnte Steiner mit einem eindeutigen "Ja" beantworten. "Alle Brunnen arbeiten völlig zuverlässig", betonte er.

Vor dem Bürgergespräch informierte Steiner über einige Daten der Stadt Rödental. So ist die Einwohnerzahl um etwa 100 gesunken und beträgt derzeit 13 512 Personen. In Mittelberg leben 237 Menschen und in Waltersdorf 67. Auch ging das Stadtoberhaupt auf Maßnahmen ein, die im vergangenen Jahr umgesetzt beziehungsweise angegangen wurden.

Lob zollte er den Rödentaler Vereinen, die sich bei Veranstaltungen allesamt an die vorgegebenen Hygienekonzepte gehalten hätten. "Unsere Vereine haben das in sie gesetzte Vertrauen vollkommen gerechtfertigt", betonte Bürgermeister Steiner abschließend. mr