Eine Gruppe Salmsdorfer Bürger nahm an der Informationsveranstaltung der "Bürgerinitiative Coburger Land zur Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung" (Strabs) im Gasthof Sauerteig in Rödental teil. Dort brachte es Professor Rainer Kalwait auf den Punkt: "Die derzeit noch gültige Strabs ist ungerecht, führt zu einem erheblichen Verwaltungsaufwand in den Kommunen und den Verwaltungsgerichten und drängt viele Familien und insbesondere Rentner an den finanziellen Abgrund".
Anhand von einigen Bespielen aus Ebermannstadt und seiner Heimatgemeinde Weitramsdorf untermalte der Referent seine Ausführungen. In der Diskussion wurde, wie die Salmsdorfer Initiative mitteilte, durch viele Redner auf Ungerechtigkeiten der Strabs aufmerksam gemacht. Günther Vetter, Vorsitzender der "Bürgerinitiative Gebührenbescheide Salmsdorf”, stellte die derzeitige Situation in Salmsdorf dar. Seine Forderungen waren eindeutig: Einhaltung der geschlossenen Verträge zwischen den Anliegern in Salmsdorf und der Gemeinde Rentweinsdorf, Abschaffung der Strabs, Schaffung eines neuen Gesetzes mit Übergangsregelungen, die eine Härtefallklausel enthalten und die Möglichkeit einer Abarbeitung von offenen Fällen ermöglichen. "Wir hoffen auf eine politische Lösung", sagte Vetter. Kalwait machte darauf aufmerksam, dass es bisher seitens der Regierungspartei nur eine Absichtserklärung gebe, die Strabs abzuschaffen. Es wurde die Hoffnung ausgesprochen, dass das Volksbegehren der Allianz gegen Straßenausbaubeiträge und der Freien Wähler ein Erfolg wird und das Salmsdorfer Problem politisch gelöst werden kann. red