Die Firmung ist eine der wichtigsten Zeremonien in der katholischen Kirche. Die Jugendlichen vollenden die Taufe und bestätigen, dass sie zur Gemeinde gehören wollen. Während der Firmung legt der Pate die Hand auf die Schulter des Firmlings. Der Erzbischof betet um den Heiligen Geist.

Zum Höhepunkt der Zeremonie legt der Erzbischof seine rechte Hand auf den Kopf des Firmlings und zeichnet ihm mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn. In Zeiten des Lockdowns allerdings sind all diese Riten nicht möglich. Denn Abstand und möglichst keine Berührungen sind oberstes Gebot.

Aus diesem Grund fand am Wochenende die Firmung in der Stadtpfarrkirche Unsere Liebe Frau in zwei Etappen und unter enormen Sicherheitsvorkehrungen statt. Insgesamt 29 Firmlinge kamen mit ihren Familien ins Gotteshaus. Die Familien saßen mit Abstand. Zwischen jeder Kleingruppe musste mindestens eine Sitzreihe frei bleiben.

Erzbischof Ludwig Schick predigte über die sieben Gaben des Heiligen Geistes: Weisheit, guter Rat, Erkenntnis, Stärke, Frömmigkeit, Gottesfurcht sowie Achtung und Respekt sollen die Firmlinge erfahren.

Für den Erzbischof stand ein eigenes Beistelltischchen bereit. Auf diesem standen ein Spender mit Desinfektionsmittel, eine Schale mit Wattebällchen, ein Behälter für die gebrauchten Bällchen und natürlich das silberne Döschen mit dem wohlriechenden Salböl, dem Chrisam. Der Erzbischof desinfizierte seine Hände, tauchte ein frisches Wattebällchen in das Chrisam und tupfte unter maximal möglichem Abstand ein Kreuzzeichen auf die Stirn des Firmlings.

Auch die Austeilung des Abendmahls erfolgte unter Sicherheitsvorkehrungen.

Zwei Gruppen

In der ersten Gruppe empfingen Tobias Adam, Lea und Nico Bublik, Leonard Deuerling, Jule Günther, Ashley Hofmann, Jakob Hofmann, Sophia Neubrand, Brandon Pöhlmann, Magdalena Prokisch, Laura Schmidt, Patrick Schnupp, Carl und Kevin Zapf das Sakrament der Firmung. Im zweiten Gottesdienst waren Fynn Budemann, Camilla Cittadin, Jenny Kaßel, Franziska Kusche, Sina Leonhardt, Johannes Meisel, Leonie Otte, Lisa Rolheiser, Emma Wehrfritz, Laura Weigel, Maja Weiß, Aimee Wurzbacher sowie Laura, Lilia und Leon Yenico an der Reihe.

Die jungen Katholiken erlebten eine völlig neue Art der Firmung, genossen aber ein Stückchen Normalität in der zweiten Lockdown-Phase. Erzbischof Ludwig Schick mahnte in seiner Predigt, während der Corona-Krise Verzicht zu üben, und bat um Durchhaltevermögen.

Auch Pfarrer Hans Roppelt und Pastoralreferentin Bärbel Janzing freuten sich, dass die Firmung durchgeführt werden konnte. Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes sorgten Wolfgang Trottmann und Michaela Axtner.