hartmut Neubauer

Für den FC Mitwitz geht bereits heute Abend die Saison zu Ende, zumindest für die erste Mannschaft. Das abschließende Spiel gegen den FC Oberhaid wurde um einen Tag vorverlegt, weil die Kreisklassen-Teams beider Mannschaften am Samstag vor sehr wichtigen Aufgaben stehen. Anstoß ist erst um 18.45 Uhr.
Für beide Kontrahenten geht es heute nur noch um geringfügige Verschiebungen im Mittelfeld. Im Hinblick auf die beiden Reserven ist nicht damit zu rechnen, dass sie jeweils mit dem besten Aufgebot antreten.


Drei "Hochzeiten"

Für die Steinachtaler geht damit die zweite von drei "Hochzeiten", auf denen sie in den vergangenen Wochen getanzt haben, zu Ende. Die erste war der Kreispokal, der mit dem Endspielsieg gegen den DJK/TSV Rödental einen positiven Abschluss genommen hat. Ebenfalls als Erfolg kann bereits jetzt die Bezirksliga-Saison eingestuft werden, egal ob die Mannschaft jetzt noch zwei Plätze nach oben klettert oder zwei zurückfällt. Beides ist noch möglich.
Mit der heutigen Partie endet offiziell auch nach vier Jahren die Amtszeit von Trainer Heinrich Föhrweiser, der in der Saison 2012/13 die zweite Mannschaft betreut hat und seit 2013 für die "Erste" verantwortlich war. Der 52-Jährige sitzt heute allerdings nicht auf der Bank, denn er ist aus privaten Gründen verhindert. Für ihn betreut Johannes Müller die Mannschaft. Er fungiert ab der neuen Saison bekanntlich als Spielertrainer.
Mit der Serie war Heinrich Föhrweiser insgesamt zufrieden. "Es war eine schwierige Saison mit vielen Höhen und Tiefen. Uns hat im verflixten zweiten Bezirksliga-Jahr die Konstanz gefehlt, sonst wären wir deutlich früher gesichert gewesen", lautet sein Fazit. Die Krönung der Saison wäre in seinen Augen, wenn die zweite Mannschaft den Aufstieg in die Kreisliga schaffen würde. "Das wäre als Unterbau für das Bezirksliga-Team schon wichtig." Das Abschneiden des Kreisklassen-Teams ist nämlich die dritte Hochzeit, auf der zumindest einige Mitwitzer Akteure mit regelmäßigen Doppeleinsätzen am Wochenende getanzt haben.
Wie gut die Steinachtaler spielen können, haben sie im letzten Spiel unter Leitung von Heinrich Föhrweiser gezeigt. Da bezwangen sie - wenige Tage nach dem schwachen Auftritt im Kreispokalfinale - den TSV Mönchröden mit 2:1. "Das war nochmals ein Klassespiel", blickt der 52-Jährige zurück.
Er war seit 1990 mit kurzen Unterbrechungen als Spielertrainer oder Trainer im Einsatz, doch ein neues Engagement, das ihn reizen würde, ist derzeit nicht in Sicht. Wenn nichts Außergewöhnliches mehr passiert, dann könnte es also sein, dass schon im Spiel gegen den TSV Mönchröden seine lange und erfolgreiche Laufbahn zu Ende gegangen ist. In 43 Jahren als Fußballer ist er weder in der Jugend noch bei den Herren abgestiegen, und auch in seiner Trainerbilanz taucht kein Abstieg auf.