Lichtenfels — Auf dem Arbeitsmarkt in der Region Bamberg-Coburg hat sich im Juni der saisonale Aufschwung weiter fortgesetzt. Im Landkreis Lichtenfels wurden Ende Juni 1541 arbeitslose Personen gezählt. Dies sind 100 Menschen oder 6,1 Prozent weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat nahm die Zahl der Arbeitslosen um 5,2 Prozent ab. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent (Vorjahr 4,2 Prozent).
Bei der Agentur für Arbeit gingen aus dem Landkreis Lichtenfels 225 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote ein. Dies sind 21 Prozent mehr als im Vorjahr.
Im gesamten Agenturbezirk waren Ende Juni 11 708 Menschen ohne Beschäftigung. Gegenüber Mai sind dies 384 Personen oder 3,2 Prozent weniger. Der monatliche Rückgang der Arbeitslosigkeit war etwas kräftiger als im Juni letzten Jahres, denn damals sank die Zahl der Arbeitslosen um 2,6 Prozent. Für diesen Monat errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent (Vormonat 3,6).
Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, schätzt die aktuelle Lage wie folgt ein: "579 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr bei einer Arbeitslosenquote von 3,4 ist ein sehr erfreuliches Ergebnis. Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Bamberg-Coburg präsentiert sich insgesamt stark. Insbesondere der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Landkreis Kronach auf 3,6 Prozent - Vorjahre 4,1 Prozent - belegt die Dynamik, mit der Einschnitte bei der Beschäftigung mittlerweile überwunden werden." Für die positive Verfassung des hiesigen Arbeitsmarktes spricht Glos zufolge auch die hohe Arbeitskräftenachfrage. Im Juni wurden den Arbeitsvermittlern fast 1500 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um gut zehn Prozent. Der Bestand offener Arbeitsstellen wuchs sogar um 12,5 Prozent auf 4384.
Im ersten Halbjahr gelang es auch mehr Menschen, ihre Arbeitslosigkeit durch eine Beschäftigung am ersten Arbeits-markt zu beenden als im Vergleichszeitraum. Von Januar bis jetzt fanden 9335 arbeitslose Menschen einen neuen Job.
Bei den Stellenzugängen dominiert die Zeitarbeit, denn knapp 39 Prozent der Arbeitsangebote beziehen sich auf diese Kategorie. Nach der zahlenmäßigen Bedeutung folgen dann das verarbeitende Gewerbe mit einem Anteil von 10,6 Prozent, der Handel mit 8,4 Prozent, Gesundheit und Soziales mit 7,9 Prozent und das Gastgewerbe mit 6,5 Prozent. In den Jobcentern des Agenturbezirks waren Ende Juni 6004 Personen arbeitslos gemeldet. Dies sind 126 Menschen weniger als im Vormonat. Damit fiel auch der Vorjahresabstand günstiger aus. red