Wüstenstein — In der Fränkischen Schweiz fand vor Kurzem der 3. und 4. Lauf zur deutschen Trialmeisterschaft statt. Etwa 120 Teilnehmer aus ganz Deutschland kämpften in den sechs verschiedenen Wertungsklassen um Punkte für den Titel "Deutscher Trialmeister 2015", darunter auch der aus Marktgraitz stammende 17-jährige Lukas Rutkowski.
Die Veranstalter hatten 15 Sektionen abgesteckt, die zweimal durchfahren werden mussten. Dafür war am ersten Tag eine Gesamtfahrzeit von 6,5 Stunden festgelegt worden.
Es handelte sich fast ausschließlich um Natursektionen, größtenteils im Wald gelegen und mit Gesteinsfeldern bestückt.
Durch den Regen tags zuvor wurde das Befahren der sehr anspruchsvoll gesteckten Sektionen zusätzlich erschwert. Der Waldboden trocknete in der kurzen Zeit nicht ab, sodass nasses Laub, rutschige Wurzeln und mit Moos besetzte Steine zu bewältigen waren.
Trotzdem konnte er sich gegen seine Konkurrenten durchsetzen und fuhr auf den ersten Platz in seiner Wertungsklasse.
Am zweiten Tag waren die Sektionen etwas abgetrocknet und dadurch besser befahrbar.
Außerdem hatten die Verantwortlichen, wegen der Hitze den Schwierigkeitsgrad etwas herabgesetzt. Die Konzentration war dennoch gefordert, denn auf den entschärften Sektionen wurden auch weniger Fehler gemacht und jeder Fehlerpunkt hatte somit eine höhere Bedeutung. Nach sechs Stunden Fahrzeit hieß der Gewinner aber erneut Lukas Rutkowski.
Der Marktgraitzer hat nun 80 Wertungspunkte von 160 möglichen auf seinem DM-Konto und hofft nun auch bei den noch anstehenden vier Läufen, Ende September in Wildberg-Sulz (Baden-Württemberg) und Anfang Oktober in Osnabrück, gut abzuschneiden. Dann könnte Rutkowski tatsächlich deutscher Meister werden. pr