In der jüngsten Sitzung der Frauenliste, die aufgrund der Pandemie virtuell stattfand, berichtete Kreisrätin Petra Zenkel-Schirmer über ein Gespräch mit der Vorsitzenden des Frauenhauses Coburg, Platsch. Diese zeigte sich erfreut über die geplanten Aktivitäten anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Die Probleme des Frauenhauses bestünden weiter. Das dringlichste Thema sei, ein geeignetes Gebäude für bedrohte Frauen und Kinder zu finanzieren. Zenkel-Schirmer schlug zur weiteren Unterstützung die Gründung eines "Runden Tisches" vor. Mandatsträgerinnen aus Kronach, Coburg und Lichtenfels könnten sich zum Informationsaustausch regelmäßig treffen.

Zu den weiteren Themen gehörte die erfolgreiche Durchführung einer stummen Demo zum oben genannten Tag am 25. November auf dem Marienplatz. Mit der Mahnwache wollte man das Thema nochmals aufgreifen und bekanntmachen. Es gelte leider häufig noch als Tabuthema. Dabei litten gerade in der Corona-Zeit die Frauen besonders unter häuslicher Gewalt. Es gebe keine Kontrollen und keine Öffentlichkeit. Die Frauen und Kinder seien ihren Peinigern ausgeliefert. Homeoffice, Kita- und Schulschließungen sorgen dafür, dass die Betroffenen noch weniger persönliche Hilfe suchen können. Daher sei es zwingend notwendig, die Arbeit von Beratungsstellen und Frauenhäusern bedarfsgerecht auszubauen und dauerhaft sicherzustellen.

Maria Gerstner machte auf die Erneuerung der Fußgängerbrücke in Gundelsdorf aufmerksam. Dort würde eine Erweiterung der selbigen auch für Autos angedacht. Dies, so befürchten die Anwohner, würde im recht engen Dorfbereich zu einem vermehrten und beschleunigten Verkehrsaufkommen führen. Dazu äußerte sich Martina Zwosta, die am gleichen Abend an der Stadtratssitzung teilnahm, im Nachhinein: Nach reiflicher Überlegung und Abwägung aller Vor- und Nachteile habe sie für die Vergrößerung der Brücke gestimmt mit folgender Begründung: die Variante mit der kleineren Brücke stelle eine Gefährdung für die Fußgänger dar. Sie sei sehr eng und aus Richtung Haig kommend schlecht einsehbar. Deshalb bemerkten Autofahrer Personen auf der Brücke erst sehr spät; Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr könnten die Brücke aufgrund ihres hohen Gewichtes nicht passieren; außerdem sei die Brücke nicht breit genug, Landwirte müssten mit ihren Fahrzeugen größere Umwege in Kauf nehmen. Zudem müsse das Geländer häufig repariert werden, da es immer wieder vorkommt, dass Fahrzeuge das Geländer touchieren. red