SSV Jahn Regensburg II - TSV Großbardorf.
Nach dem Aus im Toto-Pokal holt den TSV Großbardorf mit dem Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg II der Bayernliga-Alltag wieder ein. TSV-Trainer Dominik Schönhöfer hofft inständig, dass die Spieler bis Sonntag ihren Akku wieder so aufgeladen haben, um beim SSV Jahn zu bestehen. Und außerdem, dass sich die Verletzung von Mannschaftskapitän Manuel Leicht als nicht so schlimm herausstellt. "Damit beschäftige ich mich derzeit am meisten", sagte Schönhöfer.
Die Spielerdecke der Grabfelder ist nicht so dick, dass man Leicht ersetzen könnte. Sollte er nicht spielen können, wäre ein weiterer Leistungsträger zum Zuschauen verurteilt. Klar ist indes auch, dass der TSV-Coach einige Wochen auf Markus Kirchner verzichten muss, der wegen eines Kreuzbandanrisses ebenfalls zusehen muss.
Da trifft es sich gut, dass Björn Schönwiesner seinen fünfmonatigen Auslands-Aufenthalt in Neuseeland beendet hat und wohlbehalten zurückgekehrt ist. Am Dienstag vor einer Woche landete er in Frankfurt, zwei Tage später tauchte er das erste Mal beim Training auf und am Sonntag kam er gleich in der zweiten Mannschaft in Burglauer zum Einsatz. "Ich hatte dies erwartet. Denn ich hatte die ganze Zeit in Neuseeland Kontakt mit dem Trainerteam."
In Burglauer gelang ihm nach einem tollen Solo ein Treffer, im Pokalspiel gegen die Kickers wurde er in der zweiten Halbzeit eingewechselt und sammelte wichtige Spielpraxis. "Das war etwas Besonderes. Ich habe mich über meinen ersten Einsatz in meiner alten Mannschaft riesig gefreut. Natürlich bin ich noch nicht bei 100 Prozent. Aber ich schiebe Sonderschichten, um baldmöglichst auf diesem Stand zu sein."
Der 22-Jährige reiste zusammen mit einem Studienkollegen quer durch Neuseeland, nachdem beide ihre Bachelor-Prüfung erfolgreich abgelegt hatten. "Zuerst haben wir fünfeinhalb Wochen als Erntehelfer gearbeitet und sind dann losgezogen und haben das ganze Land bereist. Neuseeland ist ein grandioses Land mit vielen unterschiedlichen Landschaften und viel Natur. Da wird vom Strand bis zum Gebirge alles geboten", gerät Schönwiesner ins Schwärmen. "Außerdem hatten wir viele Kontakte zu Leuten aus vielen Nationen. Die Reise hat sich gelohnt. Es war eine gute Erfahrung", sagt er und dies, obwohl er nach eigener Aussage die Eindrücke noch lange nicht verarbeitet hat. "Das dauert sicher noch einige Zeit."
Auch an Regensburg hat Schönwiesner gute Erinnerungen. In der vergangenen Saison gelang ihm beim 1:0-Erfolg der Grabfelder das goldene Tor. Er weiß, wie auch sein Coach, dass es nicht einfach wird. "Regensburg hat viel Qualität. Da müssen wir höllisch aufpassen." Für Schönhöfer hat der Gastgeber eine spielerisch starke Mannschaft mit vielen jungen Spielern, die gut ausgebildet sind. "Sie haben erst acht Punkte auf ihrem Konto und stehen folglich schon unter Druck."
Das könnte ein Vorteil für den TSV sein. Trotz der hohen Belastung der letzten Wochen glaubt Schönhöfer, dass sich seine Jungs bis Sonntag erholen werden. "Sie werden voller Tatendrang ins Match gehen und alles geben. Es wird ein knüppelhartes Spiel für uns, aber ich habe vollstes Vertrauen. Wir wollen etwas holen." Schönwiesner geht sogar noch etwas weiter. "Wir können selbstbewusst in die Partie gehen, mit dem Ziel den zweiten Platz zu verteidigen. Wir fahren nach Regensburg, um zu gewinnen", verkündet er forsch. mad